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Wermelskirchen
Die Osterfeuer locken Hunderte Besucher an

Wermelskirchen. Die Wermelskirchener Osterfeuer bleiben ein beliebter Treffpunkt. Etwa 500 Menschen trafen sich bei den beiden größten Osterfeuern in der Stadt - 200 in Pohlhausen, 300 am Dabringhausener Asterweg. Ausrichter der beiden Osterfeuer waren die Vereine Tura und DTV. "Es ist toll, dass hier so viele Leute Jahr für Jahr großen Spaß haben", sagte DTV-Vorsitzender Andreas Gall.

Lachende Besucher, schlemmende Grill-Fans, Eltern mit Kinderwagen und der spielende Nachwuchs - beim Osterfeuer in Dabringhausen kam zu keinem Zeitpunkt schlechte Laune auf. Mit dabei war auch Kathrine Nett, die mit ihrem Mann und den beiden Kindern vorbeigekommen war. "Im Aldi hat man nicht immer Zeit für ein Gespräch. Schön, dass man das hier nachholen kann", sagte sie. Dabei hätte sie das Osterfeuer fast vergessen, wenn Sohn Tobias nicht daran erinnert hätte. "Ich wollte unbedingt hierhin. Das große Feuer ist am besten", erzählte der Fünfjährige.

Das Feuer wurde gegen 19 Uhr entfacht - es könnte aber das letzte Osterfeuer an dieser Stelle gewesen sein. "Wenn alles nach Plan läuft und der Kunstrasenplatz am Höferhof bis Oktober fertig wird, kommt zu diesem zwölften Osterfeuer kein weiteres hinzu", berichtete Gall. Die Kunstrasen-Planungen laufen auf Hochtouren, die Verantwortlichen haben eine neue Aktion ins Leben gerufen: "100 x 1000" soll einen Großteil der Eigenbeteiligung des Vereins einbringen. Fünf Spender waren sogar schon vor Beginn gefunden. Sie helfen mit jeweils 1000 Euro bei der Finanzierung des neuen Platzes, der unter anderem eine Laufbahn für den Schulsport bekommen soll. Beginnen sollen die Bauarbeiten im Juli.

In Pohlhausen hätte man auch gerne einen solchen Platz, muss sich aber noch gedulden. Zündstoff hatte dort nicht nur das Osterfeuer, sondern auch ein offener Brief des Vorstands an alle Mitglieder. Darin kritisieren die Verantwortlichen das Rekord-Tief von nur 13 anwesenden Mitgliedern bei der letzten Versammlung. "Wir sind enttäuscht, wie wenige da waren. Es sollte doch machbar sein, einmal im Jahr eineinhalb Stunden für den Verein, der das Hobby vieler Mitglieder ermöglicht, zu opfern", meinte Geschäftsführer Dirk Hohlmann.

Diese Umstände hielten die Mitglieder und Pohlhausener aber nicht davon ab, einen schönen Abend miteinander zu verbringen. Für die Erwachsenen gab's Bier und Gegrilltes, während sich die Kinder beim Stockbrotmachen, Eierlaufen und Fußballspielen vergnügten. "Mir macht das Spielen mit den anderen Kindern am meisten Spaß", sagte die neunjährige Pia Figge. "Es ist immer schön, so viele Bekannte zu treffen. Das Osterfeuer ist Pflicht", sagte Mutter Claudia Figge.

(kron)
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