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Wermelskirchen
Die Schultour zieht immer weitere Kreise

Wermelskirchen: Die Schultour zieht immer weitere Kreise
Im "Juca" am Markt finden auch wieder Workshops mit den vier österreichischen Musikern von "Solarjet" statt. FOTO: NH
Wermelskirchen. In den nächsten zwei Wochen besucht die Juca-Schultour mit den Bands "Solarjet" und "Soundbar" vier Wermelskirchener Schulen - Stationen sind auch in Leichlingen, Hückeswagen, Opladen, Meinerzhagen und Gummersbach. Von Stephan Singer

Die Anfragen und Interessensbekundungen erreichten das Jugendcafé (Juca) zuletzt sowohl von den Schulen als auch ganz direkt von den Schülern. Ihnen gemein war der Wunsch, dass die Juca-Schultour doch an ihrer "Penne" Station machen sollte. Das Ergebnis ist eine Tournee über zwei Wochen, deren Startschuss am kommenden Montag, 12. Juni, in der Gemeinschaftshauptschule Wermelskirchen fällt und den 18-köpfigen Tross an drei weitere Wermelskirchener Schulen sowie nach Leichlingen, Hückeswagen, Meinerzhagen, Opladen und Gummersbach führt.

Bei dem sozial-diakonischen Projekt steht kulturelle Bildung und daraus resultierende Lebensberatung im Vordergrund, wie André Frowein, Juca-Leiter vom Evangelisch-Freikirchlichen Sozialwerk Wermelskirchen, betont: "Es geht um Interaktion, nicht nur um Herumhopsen. Letzteres ist als Nebeneffekt erwünscht, jedoch nicht das Ziel."

Bei den Besuchen in den verschiedensten Schulformen würden ganz im Sinne von Inklusion alle erreicht, zwei Moderatoren unterstützen bei Bedarf die Gespräche. "Wir haben keine Bands ausgewählt, die nach dem Motto ,Alles easy' irgendwo aufschlagen. Es sind ehrliche Musiker, die aus dem Leben erzählen und deutlich machen, dass sie zwar im Rampenlicht stehen, aber keine Übermenschen sind", beschreibt André Frowein, der die Gruppen "Soundbar" (Gummersbach) und "Solarjet" (Salzburg) auf die Reise schickt.

Das Konzept überzeugte sogar das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Aus dessen "Innovationsfond" bekommen die Organisatoren rund 73.000 Euro aufgeteilt auf die Jahre 2016, 2017 und 2018. "Damit steht fest, dass es die Schultour auch in 2018 und 2019 geben wird", sagt Frowein.

In den neun Schulen gestalten die Musiker mit den Schülern Unterrichtsgespräche, geben Einblick in das Berufsmusiker-Leben, das nicht immer so glamourös ist, wie es im TV wirkt. Kleine, halbstündige Auftritte der Bands setzen den Schlusspunkt der Vormittage an den Schulen. Dazu gesellen sich Workshops im Juca am Markt, die die Jugendlichen freiwillig besuchen und sich intensiv mit Komponieren oder Musizieren beschäftigen können.

Erstmals auf dem Tourneeplan stehen die Realschule Hückeswagen, die FCBG-Hauptschule Gummersbach und die Marienschule Opladen. "Letztlich ist alles über Schüler entstanden, die im Juca ihre Dunstkreise haben", freut sich André Frowein darüber, dass die Schultour-Idee seit der Premiere im November 2015 und der Fortsetzung im Juni 2016 derart Fahrt aufgenommen hat.

Mitten in der "Halbzeit" der Schultour 2017, die in Anlehnung an ein "Soundbar"-Lied mit "Nie erwachsen" betitelt ist, geben "Solarjet" und "Soundbar" (die bereits mit "Culcha Candela" unterwegs waren) beim abendlichen Bühnenprogramm zum Mittsommernachtslauf in Dhünn (Samstag, 17. Juni) ein Konzert. Ebenso treten die beiden Schultour-Bands beim "Youthnited"-Festival am 24. Juni in der Wermelskirchener Kuhler Heide auf. Mit von der Partie sind dann zudem die Gruppen "Elto" (Salzburg) und "Beatween" (Kassel). Eingebettet in den Konzertreigen wird es einen Jugendgottesdienst geben.

Die Veranstaltung bildet erstmals Mal den krönenden Abschluss der Schultour, richtet sich als "Festival der Kulturen" jedoch an jedermann (der Eintritt ist frei). Neben den Juca-Machern kümmern sich die Jugendbetreuer Tamara Fehlhauer (GZD Dabringhausen), Leon Carlos Meckleburg (Neuschäferhöhe) und Florian Krämer (Forthausen) sowie Anna Kaiser von der Kirchengemeinde Dabringhausen um die Festivalorganisation.

"Allein durch die Planungen hat das Festival schon immense Strahlkraft entwickelt. Bereits zum ersten Vorbereitungstreffen kamen insgesamt 30 Leute, darunter beispielsweise auch welche aus Hückeswagen", berichtet André Frowein.

Quelle: RP
 
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