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Wermelskirchen
Die Täter hinterlassen eine Spur der Verwüstung

Wermelskirchen. Gesprengter Geldautomat bei Obi ist Teil einer Einbruchserie: Laut LKA bislang sechs Fälle in NRW. Von Alexandra Rüttgen

Nach wie vor ist die Polizei auf der Suche nach den unbekannten Tätern, die am 26. Juni den Geldautomaten im Wermelskirchener Obi-Baumarkt sprengten. Die Einbrecher richteten dabei Schaden auch am Gebäude an und flohen mit der Beute - unerkannt. Allerdings ist über die Hintergründe der Tat mittlerweile weitaus mehr bekannt: Laut Landeskriminalamt (LKA) wurden zwischen dem 25. März und dem 29. Juni dieses Jahres in NRW allein sechs Taten mit diesem Strickmuster verübt. Dabei achteten die Einbrecher stets auf geeignete Fluchtmöglichkeiten: "Die Tatorte lagen immer in unmittelbarer Nähe zur Autobahn", sagt LKA-Sprecherin Claudia Franken.

Bislang führt das LKA lediglich eine Statistik der Taten, hat sich in die Ermittlungen noch nicht eingeschaltet. "Die Polizeibehörden ermitteln für sich", sagt Franken. Als Sprengmittel wurde Gas verwendet, berichten die für Kamp-Lintfort und Wermelskirchen zuständigen Polizeibehörden. Da nicht viel Gas verwendet wurde, geht die Polizei in Wermelskirchen von einer professionell arbeitenden Bande aus.

Claudia Kammann, Sprecherin der Kreispolizei Rhein-Berg: "Alles deutet auf professionell arbeitende Täter hin." Dabei liege die Vermutung zwar nahe, dass es stets ein- und dieselben Einbrecher seien, "aber beweisen können wir das nicht". Meistens seien es Gruppen Krimineller, "die überregional tätig sind". Die Polizei ermittelt weiter.

Derweil sucht die Baumarkt-Kette Obi in Zusammenarbeit mit der betroffenen Postbank nach "Möglichkeiten vorbeugender Maßnahmen", berichtet Obi-Sprecherin Elena Ottaviano. Denn nicht nur die Geldautomaten sind nach der Spreng-Attacke unbrauchbar, auch die Gebäude wurden beschädigt.

Und nicht nur Baumarkt-Ketten, auch andere Standorte wie die Schalterhallen von Banken sind mittlerweile bevorzugtes Ziel für Spreng-Attacken an Geldautomaten. Laut LKA gab es im vergangenen Jahr NRW-weit 26 Fälle. Davon waren zehn Fälle Versuche, in denen die Täter erfolglos blieben.

Quelle: RP
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