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Wermelskirchen
"Die Trasse ist alternativlos"

Wermelskirchen: "Die Trasse ist alternativlos"
Wird – zu radfahrarmen Zeiten – eine Kurzparkzone auf der linken Fahrbahnseite der Telegrafenstraße eingerichtet? Auch das wird mit Fachbehörden diskutiert. Sicher scheint, dass ein Schutzstreifen angelegt wird. FOTO: Teifel
Wermelskirchen. Die Telegrafenstraße wird einen Schutzstreifen für den gegenläufigen Radverkehr bekommen. Auch das absolute Halteverbot scheint sicher – temporäre Einschränkungen für den Ladeverkehr könnten aber möglich werden. Von Udo Teifel

Die Stadtverwaltung tastet sich langsam an einen Konsens für den künftigen Verkehr auf der Telegrafenstraße heran – unter Einbeziehung des gegenläufigen Radverkehrs. Gestern stellte die Stadtverwaltung drei Vorschläge dem Fachausschuss vor – dennoch gab es unterschiedliche Auffassungen darüber, ob denn nun ein neues Gesamtverkehrskonzept notwendig ist oder nicht.

Vorschlag 1 sieht vor, aus Fahrtrichtung Bügeleisen ein absolutes Halteverbot auf der linken Fahrbahnseite der Telegrafenstraße einzurichten. Vorschlag 2 sieht weiter drei Ladezonen auf der rechten Fahrbahnseite vor: im Bereich Stadtsparkasse, schräg gegenüber der ehemaligen Post und gegenüber der Telegrafenpassage. Die müssten nicht markiert, sondern nur beschildert werden, so die Verwaltung. Der Vorschlag 3 sieht einen durchgängige Schutzstreifen und ein durchgängiges Halteverbot vor – nur nicht im Engpass am Ende der Telegrafenstraße: Durch ist die Fahrbahn zu schmal.

Ob nun alle drei Vorschläge zum Zuge kommen oder es Abweichungen geben wird, muss mit Fachbehörden (u.a. Polizei) und der Geschäftswelt noch einmal besprochen werden. Auch die Möglichkeit eines Kurzzeitparkens wurde im Fachausschuss in Betracht gezogen – hier soll es alsbald Abstimmungsgespräche geben.

Volker Schmitz (CDU) unterstrich noch einmal seine in der BM bereits formulierte Position: Er schlägt ein Gesamtkonzept vor. "Bisher steht nur die Telegrafenstraße im Fokus. Das ist einfach zu wenig." Er betonte, dass die Varianten "Schutzräume" aufzeigten – nur: Ohne Überwachung bringe das nichts. "Hier sind Polizei und Ordnungsamt gefordert." Vor allem Radfahrern müssten Grenzen und Regeln aufgezeigt werden – ein Befahren der Bürgersteige dürfe nicht geduldet werden.

Parksuchverkehr verhindern

Als "alternativlos" sieht Bernhard Schulte (SPD) die Trassenführung durch die Telegrafenstraße. Hier werde kein Generalstabsplan benötigt. Viel wichtig sei es, den Autoverkehr in der Telegrafenstraße zu vermindern – von einem durchgehenden Halteverbot verspricht er sich viel: "Dann gibt es auch keinen Parksuchverkehr mehr." Friedel Burghoff (Büfo) erinnerte an den Ratsbeschluss aus 2003: Darin werde von einer "sanften Kenntlichmachung" gesprochen.

Offen ließ die Verwaltung gestern, in welchem Zeitrahmen diese Vorschläge mit den verbundenen Anregungen der Politiker umgesetzt werden. Schließlich müssen auch mit der Bezirksregierung die nächsten Schritte abgestimmt werden.

 

Quelle: RP
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