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Ostern Wie Aus Dem Ei Gepellt
Die Veränderung der Katharina Gerke

Ostern Wie Aus Dem Ei Gepellt: Die Veränderung der Katharina Gerke
Model Katharina Gerke nach dem Einsatz von Visagistin Verena Döpp. Jetzt kann Fotograf Andreas Jäckle mit seiner Arbeit beginnen. FOTO: Hertgen
Wermelskirchen. Visagistin Verena Döpp und Fotograf Andreas Jäckle sind ein eingespieltes Team. Für ein aussagekräftiges Foto sollte man geschminkt sein, sagt die 31-Jährige. Der Aufwand für ein Fotoshooting ist beachtlich. Das Model sitzt dabei stundenlang still. Von Bernd Geisler

Katharina Gerke (25) soll geschminkt werden. Und auch noch aufgehübscht? Die Vertriebsrepräsentantin sieht doch auch ohne Farbe im Gesicht gut aus. Bei diesen Worten lächelt Visagistin Verena Döpp (31) still in sich hinein. Ihr Blick spricht Bände: "Typisch männliches Denken." Und dann sagt sie selbstbewusst: "Für ein aussagekräftiges Foto sollte man geschminkt sein."

Und nicht nur dafür. Es gebe viele weitere besondere Momente, ein natürliches Gesicht zu zeigen, das die persönliche Ausstrahlung betone. Etwa bei einer Trauung, auf dem Abiball, einem großen Fest, zum Jubiläum - überall dort, wo Frau besonders zur Geltung kommen möchte. Und Mann? An Schminke könnten sich die meisten Männer (noch) nicht gewöhnen, weiß die Visagistin. Aber hier und da komme das auch schon mal vor.

Wir befinden uns im Studio "Lichtbildbude" des Fotografen Andreas Jäckle (36) in Wermelskirchen. Er erstellt Porträts, Hochzeits- und Künstlerfotos, lichtet Geschäftsleute mit und ohne Produkt ab, macht Werbefotos und rückt für eine Bewerbung die Persönlichkeit ins rechte (Foto-)Licht. Jäckle und Döpp arbeiten im Team. Sie wissen beide, worauf es ankommt. Sie verstehen sich fast blind. Oft haben sie schon vorher eine ähnliche Vorstellung, wie das fertige Foto aussehen soll. Darauf ist Katharina Gerke gespannt. Natürlich weiß das Model, was auf sie zukommt, aber wie sie letztendlich auf dem Foto erscheinen wird, das weiß sie jetzt noch nicht. "Ich bin weder Kosmetikerin, noch Maskenbildnerin", betont Döpp und erläutert dem Laien, wie sie vorgeht: Zunächst grundiert sie die Haut mit Make-up, dann rougiert sie die Wangen, anschließend betont sie die Augen mit Lidschatten, Eyeliner und Mascara (Wimperntusche), schminkt die Augenbrauen und zum Schluss die Lippen. Das Ganze kann weit über eine Stunde dauern.

Sie ist doch auch in Natura fotogen: Katharina Gerke vor dem Einsatz von Visagistin Verena Döpp. n FOTO: Hertge

Katharina lässt alles stoisch über sich ergehen. Ist es anstrengend? Sie schüttelt den Kopf. "Es ist äußerst angenehm und wohltuend", sagt sie zur Überraschung des Betrachters. Sie könne stundenlang so sitzen und stillhalten. Das liege am Make-up, sagt Döpp. Sie benutzt ein "Mineral Make-up". Nachdem die Visagistin sich ausgiebig den Augen des Models gewidmet hat, schaut Katharina Gerke ohne Mühe wie von einem anderen Stern: leuchtend, intensiv, warm und verführerisch zugleich. Wäre sie eine Braut - der Bräutigam würde, von ihrem Blick getroffen, dahinschmelzen, auf die Knie sinken und ihr ohne Zaudern die Welt zu Füßen legen. Und wenn bei der Trauung eine Braut zu Tränen gerührt ist? Hält dann die Schminke? "Leider nein", weiß Döpp: "Weinen darf man nicht." Deswegen biete sie auch einen besonderen Service für Trauungen und andere rührselige Events an, um in einem solchen Fall die entstandenen Schäden zeitnah zu korrigieren.

Schließlich kommt der Fotograf an die Reihe. Er hat bereits die Beleuchtung aufgebaut, die Visagistin hält fürs Foto noch ein paar Blüten ans Gesicht ("Ist mal was anderes") und dann erscheint nach dem Schuss des Fotografen sofort Katharinas Gesicht auf einem Computer-Monitor. Mit der ersten Einstellung sind alle schon fast zufrieden.

Für letzte Korrekturen benutzt Andreas Jäckle den Computer. Model Katharina Gerke macht einen glücklichen Eindruck. Wie fühlt sie sich denn nun? "Wie aus dem Ei gepellt!"

Quelle: RP
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