| 13.10 Uhr

Wermelskirchen
Dinner für den Jugendraum

Wermelskirchen. 42 Gäste kamen zum Vier-Gänge-Menü in den Gemeindesaal Herrlinghausen. Der Erlös ist für den Anbau bestimmt. Vorbereitet hat ein Team um den Koch Uli Stadfeld. Ihn engagierte Pfarrer Heiko Poersch. Von Janina Lenz

Tente Hektisch geht es hinter der verschlossenen Tür zu. Teller werden nebeneinander aufgereiht, in der Ecke brodelt eine dunkle Soße. "Wo ist der Schneebesen?", ruft Koch Uli Stadfeld und erklärt: "Hier geht es immer so zu. Aber es macht trotzdem Spaß." Die Gäste im Gemeindesaal Herrlinghausen in Tente merken von der Hektik um Uli Stadfeld und seine Helfer nichts.

Die langstieligen Kerzen auf den Tischen flackern, im Hintergrund spielt die Gemeindeband mit dem passenden Namen "Salz und Pfeffer", 42 Personen studieren aufmerksam die Speisekarte. Sie sind Gäste des ersten "Candle-Light-Dinner" der evangelischen Gemeinde Tente. "In einer so kleinen Küche kann nur etwas Gutes gezaubert werden", meint Andreas Marquart. Nach den ersten beiden Gängen ist er sehr zufrieden, merkt aber an: "Jetzt hat es so lecker geschmeckt, aber wir kennen noch immer nicht den Koch."

Gespräche und neue Kontakte

Dieser wurde von Pfarrer Heiko Poersch aus Berlin engagiert: "Wir kennen uns noch aus meiner früheren Arbeit in Traben-Trabach. Jetzt haben wir den Kontakt wiederbelebt und freuen uns, gemeinsam den Abend ausrichten zu können." Entstanden ist in intensiver und detaillierter Arbeit über Emails und Telefonate ein Vier-Gänge-Menü, das den Gästen von Jugendlichen aus der Gemeinde serviert wird. "Es ist wirklich unglaublich gut gemacht. Sehr gemütlich, sehr schmackhaft. Man muss sich wohlfühlen", lobt Brunhild Flitsch-Schmidt.

Man spüre die Mühe, die in der Arbeit steckt, erklärt sie: "Gelungener Abend". Der Erlös des "Candle-Light-Dinners" dient einem guten Zweck: Zu 100 Prozent sollen die Einnahmen in den Anbau der Jugendräume fließen. Ein Grund auch für Alina Marquart, den Abend mitzugestalten: "Wenn ich kellnere, kann ich auch etwas tun. Und es macht Spaß." Als der Hauptgang gereicht wird, bricht plötzlich Applaus los. Alle Blicke sind auf die zuvor so fest verschlossene Küchentür geheftet. Jetzt aber steht dort der Mann, der für das gute Essen verantwortlich ist: Uli Stadfeld.

Der Koch lässt es sich nicht nehmen, "seinen" Gästen noch einmal persönlich "Guten Appetit" zu wünschen. Ihm geholfen haben die Gemeindeglieder Maria Klein, Christiane Poersch und Christian Dubowy. Und obwohl die Zeit zwischen den Gängen nur langsam zu vergehen scheint, entsteht keine Wartezeit. "Man kann die Zeit wunderbar für Gespräche und neue Kontakte nutzen. Man lernt wirklich interessante Menschen kennen. Es ist einfach nur ein gelungener Abend", sagt Achim Zenker. Als schließlich auch der letzte Teller des Desserts angekommen ist, kehrt auch in der Küche Ruhe ein. Das Team blickt auf stressige, aber erfüllte Stunden zurück. Jetzt muss "nur noch" aufgeräumt werden.

Quelle: RP
 
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