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Wermelskirchen
DLRG gibt Einblicke in ihre Arbeit

Wermelskirchen: DLRG gibt Einblicke in ihre Arbeit
Beim Aktionstag gab der DLRG-Ortsverein Einblicke in seine Tätigkeit - hier "rettet" Andrea Mayer die sechsjährige Lotta Peters, die in einer "Schleifkorbtrage" liegt. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Wermelskirchen. "Wasser ist ja eigentlich unser Element", sagte Günter Schuh, DLRG-Vorsitzender des Ortsvereins am Samstag, "aber von oben können wir es heute gar nicht gebrauchen". Schade, denn es steckt schließlich viel Arbeit in den Vorbereitungen für einen Aktionstag zum 50-jährigen Bestehen.

Auf dem Sportplatz im Eifgen hatte der DLRG-Ortsverein Einsatzfahrzeuge und Boote aufgebaut, um seine Leistungen zu präsentieren. Zwischen einer Anhängerkupplung und Bäumen waren zudem Seile gespannt, daran eine "Schleifkorbtrage" befestigt, um eine Rettung zu simulieren. Lotta Peters (6) traute sich und ließ sich von Andrea Mayer und den anderen DLRG-Profis "retten".

Matthias Schopphoff, stellvertretender Vorsitzender des Ortsvereins, konnte viel berichten und erklären. Das große Motorboot mit dem starken Außenbordmotor wird in tiefen Gewässern eingesetzt. Das Schlauchboot kommt manchmal auf der Wupper zum Einsatz, das flache Boot mit Rollen an der Unterseite wird bei Hochwasser gebraucht. Die Einsatzfahrzeuge sind voll gepackt mit Material und Funkanlagen.

Es ist beeindruckend, dass alles nur durch Mitgliedsbeiträge und Spenden finanziert wird. "So ein Bus startet bei 50 000 Euro", sagte Schopphoff. "Allradantrieb ist unbedingt erforderlich, ebenso eine Funkanlage." Luxus gibt es in dem Fahrzeug nicht. Die komplette Arbeit wird ehrenamtlich geleistet. "Knöllchen und Strafgelder aus Verkehrsdelikten werden manchmal für unsere Arbeit verwendet", sagte Schopphoff. Und im vergangenen Jahr freute sich die DLRG über die Einnahmen rund um den Fassanstich zur Kirmes.

Viele Stände waren vor dem Quellenbad aufgebaut. Grill, Waffelstand, Getränkezelt und die Tombola. "Dank vieler Sponsoren aus Wermelskirchen haben wir eine ganz besondere Verlosung", sagte Sonja Glatzel von der DLRG-Ausbildungsleitung. "Wir haben 1000 Lose und 1000 Gewinne. Es gibt keine Niete." Tauchspiele, Rettungsvorführungen und Sanitätsversorgung wurden im Hallenbad gezeigt. "Ein paar mehr Besucher wären schon gut gewesen", sagte Schuh.

Gestern Vormittag stand die offizielle Feierstunde im Bürgerzentrum an. "Dieser Verein ist etwas Besonderes", sagte Bürgermeister Eric Weik. "Wer als Hobby wählt, für andere da zu sein und anderen zu helfen, der hat Lob und Anerkennung verdient." Zum 50. Geburtstag erhielt der Name DLRG eine neue Bedeutung: "Das Leben richtig genießen".

"Wir haben eine ernsthafte Aufgabe, aber wir sind auch ein Verein mit allem Drum und Dran", sagte Günter Schuh. Viele langjährige Mitglieder und Mitarbeiter wurden ausgezeichnet, für 25 und teilweise für 40 Jahre Treue zum Ortsverein. Auch Ehrenbürgermeister Klaus Voetmann erhielt die Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft.

Durch ganze Familien ziehen sich die ehrenamtlichen Tätigkeiten, teilweise schon in der dritten Generation. Alle Wermelskirchener werden sicherlich Eric Weik zustimmen, der sagt: "Ich bin froh, dass es Sie gibt."

(wsb)
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