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Wermelskirchen
DLRG legt den Fokus auf die Nachwuchsarbeit

Wermelskirchen: DLRG legt den Fokus auf die Nachwuchsarbeit
DLRG-Übung im Freibad Dabringhausen: Christian Gierlich taucht ohne Flossen, aber mit Schuhen und einem Trocken-Strömungsretteranzug. FOTO: DLRG (Archiv)
Wermelskirchen. Die Ortsgruppe verzeichnet in diesem Bereich die größten Verluste an Mitgliedern. Insgesamt ist die DLRG personell und finanziell gut aufgestellt. Der langjährige Vorsitzende kehrt in den Vorstand zurück. Von Stephan Singer

Die Wermelskirchener Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) will in Zukunft den Fokus der Vereinsarbeit auf die Gewinnung von neuen Mitgliedern im Jugendalter legen. Der Grund: Besonders in den Altersgruppen der 14- bis 18-Jährigen sowie 18- bis 26-Jährigen verzeichnet die DLRG Wermelskirchen die größten Mitgliederverluste, wie Geschäftsführerin Esther Schuh am Mittwochabend bei der Jahreshauptversammlung und Ortsgruppentagung mitteilte. Demnach registrieren die Rettungsschwimmer bei den 40- bis 60-jährigen Mitgliedern die stärksten Zuwächse, die übrigen Altersgruppen seien stabil.

"Bei den betroffenen Altersgruppen hat das vor allem mit veränderten Bedingungen durch Ganztagsschulunterricht zu tun und natürlich mit dem Wechsel in das Berufsleben sowie mit dem Wechsel aus dem Elternhaus in den eigenen Haushalt", sagte Schuh. Und der DLRG-Vorsitzende Uwe Feldges ergänzte: "Es ist schwierig, dagegen anzusteuern. Das betrifft alle Vereine."

Allerdings steht die Wermelskirchener DLRG im Vergleich zu anderen Vereinen, die mit dramatischen Rückgängen der Mitgliederzahlen zu kämpfen haben, gar nicht schlecht dar. Seit 2012 hat die Ortsgruppe lediglich 30 Mitglieder verloren - aktuell gehören der 805 Mitglieder an. Im vergangenen Jahr verzeichnete die DLRG 100 neue Mitglieder, während 107 ihren Austritt erklärten. Im laufenden Jahr habe man bereits 57 neue Mitglieder dazugewinnen können. "Wir haben 417 Mitglieder bis 18 Jahre und 388 erwachsene Mitglieder", sagte Esther Schuh. Uwe Feldges, der seit einem Jahr den Vorsitz innehat, spricht von Stagnation. "Wir zeigen uns der Öffentlichkeit verstärkt, dass es uns gibt. Wir werden auch bei ,Das Fest' mit von der Partie sein."

Viel Aufwand bedeutet für Feldges und seine Mitstreiter im Vorstand administrative Aufgaben, die viel Zeit in Anspruch nehmen. So müssen alle DLRG-Mitarbeiter im Zuge der Prävention von sexualisierter Gewalt ein Führungszeugnis bei einem externen Prüfer vorlegen - das verlangen die Stadt und der Landesverband. Nur wer keinen einschlägigen Eintrag hat, darf seine Mitarbeit fortsetzen. Obendrein muss die Ortsgruppe in den nächsten Monaten im Zuge des von der EU geforderten Datenschutzes die Software für Mitgliederverwaltung und Buchhaltung umstellen, was mit Unterstützung des Landesverbandes geschehen wird.

Da bereits kurz nach der Vorstandswahl 2016 die beiden stellvertretenden Vorsitzenden wieder zurückgetreten waren (BM berichtete), stand jetzt eine Nachwahl an. Neuer stellvertretender Vorsitzender ist ein alter Bekannter: Günter Schuh, der seinen langjährigen Vorsitz an Feldges abgegeben hatte, kehrt in den Vorstand zurück (15 Ja-, acht Nein-Stimmen, vier Enthaltungen). Mit zwölf Ja-, einer Nein-Stimme und 14 Enthaltungen wurde Claudia Baumert zur zweiten stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Neuer stellvertretender Leiter Einsatz ist Tobias Wrisberg (15 Ja-, fünf Nein-Stimmen, sieben Enthaltungen).

Quelle: RP
 
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