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Wermelskirchen
DLRG übt im Freibad für den Ernstfall

Wermelskirchen: DLRG übt im Freibad für den Ernstfall
"Ganz schön anstrengend" - das musste Christian Gierlich im Freibad Dabringhausen beim Training feststellen, nachdem er versucht hatte, ohne Flossen aber mit Schuhen und dem Trocken-Strömungsretteranzug zu tauchen. FOTO: DLRG
Wermelskirchen. Die Lebensretter sind froh, dass sie in den Ferien trotz der Schließung des Hallenbads weiterhin trainieren können. Möglich macht das die Zusammenarbeit mit den Ehrenamtlern des Bades in Dabringhausen. Von Stephan Singer

Wer schon einmal in voller Montur ins kühle Nass gesprungen oder gar gefallen ist, der weiß, dass nasse Klamotten am Körper im Wasser schnell zu einer anstrengenden und schweren Qual werden. Die Wermelskirchener Ortsgruppe der DLRG muss sich ständig mit diesem Problem auseinandersetzen - trainieren, um im Ernstfall gewappnet zu sein. Deshalb gibt's bei den Wermelskirchener Rettungsschwimmern auch keine Sommerpause. Eine Kooperation mit dem Schwimm- sowie Förderverein des Dabringhausener Freibads öffnet dabei der hiesigen DLRG die Pforten.

Trotz der Schließung des Hallenbads in den Sommerferien kann die die DLRG auch in den kommenden Wochen weiter trainieren - und zwar im Freibad Dabringhausen. Im Gegenzug übernahm die DLRG-Ortsgruppe den Sanitätsdienst beim Benefiz-Rockkonzert für das Freibad am vergangenen Samstag. "Wir sind dankbar, dass wir im Freibad nach Abschluss der regulären Schwimmöffnungszeiten an den sechs Montagen der Sommerferien weiter üben können. So bleiben wir kontinuierlich am Ball, was dieser Tage für uns schon wichtig ist, da wir zum Beispiel zurzeit regelmäßig in Hückeswagen an der Bever unsere Wachdienste verrichten", sagt DLRG-Sprecher Thorsten Behnke. Das Freibad Dabringhausen eröffnet den Rettungsschwimmern im ansonsten menschenleeren Becken dabei gute Möglichkeiten. Es bietet viel Platz für Übungen im Umgang mit einem Rettungsbrett sowie mit weiteren Rettungsgeräten, zum Beispiel Wurfball, Gurtretter oder Rettungsboje.

Speziell ist das Trainieren der sogenannten achsengerechten Rettung. "Diese Methode ist immer dann wichtig, wenn Unfälle vorgefallen sind mit Verletzungen an der Wirbelsäule", betont Behnke und verweist auf die Bedeutung der verschiedenen Techniken.

Dazu gesellt sich das Schwimm- und Tauchtraining mit Trockentauchanzug und Vollgesichtsmaske. Bei ihren Übungen im Freibad Dabringhausen mussten die Rettungsschwimmer Esther Schuh und Christian Gierlich schon feststellen, dass der Tauchgang mit den sogenannten Trocken-Strömungsretteranzügen ohne Flossen "ganz schön anstrengend" ist. "Eben genau das müssen wir üben. Alle Einsatzkräfte sollen wissen, wie sich so ein Anzug im Wasser verhält, wie es ist, damit zu schwimmen und zu tauchen", beschreibt Behnke.

Die Strömungsretteranzüge nutzen die Rettungsschwimmer in verschiedenen Szenarien: bei Hochwasser, im Bootstrupp bei Regen oder im Winter als Kälteschutz für die Rettungskräfte. "Unsere Ortsgruppe verfügt über drei dieser Anzüge, von denen allein einer bereits etwa 650 Euro kostet. Wir benötigen noch einen weiteren", betont der DLRG-Sprecher.

Quelle: RP
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