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Wermelskirchen
Dr. Hermann-Josef Tebroke (CDU)

Wermelskirchen: Dr. Hermann-Josef Tebroke (CDU)
FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. Ganz überraschend kam für Dr. Hermann-Josef Tebroke 2004 die Anfrage der CDU, ob er für das Amt des Bürgermeisters in Lindlar kandidieren wolle. Eigentlich war er mit seinem lange angestrebten Job als Professor für Finanzen an der Universität Bayreuth zufrieden. Er entschied sich dann aber doch, in die Partei einzutreten und sich als Bürgermeister zur Wahl aufstellen zu lassen. "Ich wollte die Verantwortung übernehmen. In der Uni hatte ich mit vielen Studenten zu tun, als Bürgermeister mit vielen Bürgern", sagt der 53-Jährige. Seit 2012 ist er Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises. "Diesen Job mache ich mit Leidenschaft", betont er. Für die Landratswahl am 24. September lässt er sich aber nicht aufstellen. Tebroke will in den Bundestag. "Ich will auf bundespolitischer Ebene mitwirken und mich für den Kreis einsetzen", sagt er. "Ich setze alles auf das Mandat." Auf der NRW-Landesliste belegt er Platz 43. "Da rechne ich mir keine Chancen aus", sagt Tebroke.

Den Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach, der den Kreis seit 1994 in Berlin vertreten hat, schätzt Tebroke sehr. "Er stellt Sachverhalte einfach dar und hat eine klare Meinung. So bringt er den Menschen Politik näher", sagt der CDU-Politiker. Er kandidiere aber nicht als Wolfgang Bosbach, sondern als Hermann-Josef Tebroke und werde auch andere Akzente setzen. "Ich will weiter vor Ort präsent sein, weil das für den Kreis wichtig ist", betont Tebroke. In Berlin möchte er sich vor allem dafür einsetzen, dass das Personal der Polizei aufgestockt wird, die Länder in Bezug auf die Sicherheit enger zusammenarbeiten und das Breitbandnetz ausgebaut wird. "Es wird sich negativ auf die Region auswirken, sollten wir da nicht mehr Nachdruck machen", sagt Tebroke. "Wegen der weniger dichten Besiedlung hier ist Glasfaser nicht so rentabel. Aber wichtig. Denn sonst bekommen größere Firmen und Freiberufler Probleme. Das wäre eine Entwicklungsbremse." Auch für Bildung und Familie will er sich stark machen. Ganztagsbetreuung sei wichtig und dass Schulen saniert werden. Tebroke: "Wir sind ein Land, das nicht von Rohstoffen lebt, sondern von dem, was die Menschen in den Köpfen haben." Außerdem wolle er die Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen und gute Arbeitsplätze verbessern und sich für den Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und des Schienennetzes in der Region einsetzen. "Wir müssen Mobilität schaffen für diejenigen, die selbst nicht mehr mobil sind", fordert Tebroke. ELENA ERBRICH

Dr. Hermann-Josef Tebroke ist 53 Jahre alt +++ geboren in Rhede (Westfalen) +++ Studium Betriebswirtschaft +++ Promotion 1992, Habilitation 1998 +++ CDU-Mitglied seit 2004 +++ Bürgermeister in Lindlar von 2004 bis 2011 +++ seit 2012 Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises +++ verheiratet seit 1988, vier Kinder +++ wohnt in Lindlar.

Quelle: RP
 
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