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Wermelskirchen
Drei Städte gehen Projekt „Radweg“ gemeinsam an

Wermelskirchen. Die Chancen steigen, dass die ehemalige Bahntrasse von Lennep über Wermelskirchen bis an den Rhein zu einem Radweg umgebaut wird. „Ich bin richtig guter Dinge“, meinte gestern Bürgermeister Eric Weik nach einem Koordinierungsgespräch mit Vertretern der Kommunen Burscheid und Remscheid sowie der Bahnflächen-Entwicklungs-Gesellschaft NRW (BEG) und der DB Immo. Letztere vermarkten die Bahnflächen. Von Udo Teifel

Wichtigste Aussage, die Weik gestern aus Burscheid mitbrachte: Da die Trasse vielfach parallel an Bundesstraßen entlang laufe, könnten bis zu 100 Prozent Fördergelder von Land und Bund für den Ausbau der Bahntrasse als Radweg fließen – weil es eben entlang der Bundesstraßen keinen Radweg gebe: „Dann wäre die Trasse der Ersatz.“

Das sei wiederum auch ein guter Ansatz gerade für die Kommunen Remscheid und Burscheid, die immerhin nach einem so genannten Nothaushalt lebten: Sie bekämen Geld. „Jetzt wird’s natürlich interessant auch für uns, etwas zu tun. Denn Stückwerk bringt nichts“, so Weik. Leverkusen hingegen scheint kein Interesse an einem Radweg zu haben.

Nach Auskunft von Weik wollen nun die Städte Remscheid, Wermelskirchen und Burscheid allein das Projekt „Radweg“ angehen und es bis zur Stadtgrenze Leverkusen führen. Weik: „In Leverkusen gibt es Radwege, die bis zum Rhein führen.“ Zu „schultern“ hingegen ist die Querung der mögliche Radweg-Strecke über die A1 in Burscheid. Das könnte noch zum Problem werden. Er ist jedoch guten Mutes, zumal mindestens 75 Prozent Fördergelder für Grunderwerb bis Fertigstellung fließen würden.

Weik hat nochmals die Vertreter der DB Immo aufgefordert, zeitnah Unterlagen zur Bewertung der Strecke und der Brücken für ein Kaufangebot einzureichen. Dieses Problem hat Remscheid nicht. Die BEG beschäftigt sich damit – und die scheinen weiter zu sein. Weik zur Zeitschiene: „Ich gehe davon aus, dass eine erste Gruppe von Kommunen, die diese Förderung nutzen will, im Mai schon Geld bekommt. Denn bis dahin müssen alle Grundstücksgeschäfte erledigt sein. Das schaffen wir aber wohl nicht.“ Man habe der Bahn aber deutlich gemacht, dass das Projekt hohe Priorität habe. Er jedenfalls sieht in einem Radweg bis zur Rheinschiene eine „touristische Aufwertung“ der Region.

Quelle: RP
 
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