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Wermelskirchen
DTV fordert von Stadt Kostenaufstellung

Wermelskirchen: DTV fordert von Stadt Kostenaufstellung
Die neue Sportanlage am Höferhof soll laut Aussage des Ingenieurbüros weniger gekostet haben als geplant. FOTO: Udo Teifel
Wermelskirchen. Die Vereinsmitglieder beauftragen den Vorstand, die genauen Zahlen für den Umbau des Sportplatzes Höferhof einzufordern. Sollten die Kosten geringer als geplant ausfallen, will der Verein an den Einsparungen beteiligt werden. Von Stephan Singer

Die Stadtverwaltung wird sich auf das eine oder andere "Tänzchen" mit dem Dabringhauser Turnverein (DTV) einstellen müssen. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die vornehmlich für die Wahl eines neuen Kassierers in das Vereinsheim am Asterweg einberufen worden war, votierten die 41 stimmberechtigten Anwesenden einmütig für zwei Initiativanträge aus den Reihen der vierten DTV-Fußball-Herrenmannschaft. Danach ist der DTV-Vorstand gehalten, bei der Stadt detaillierte Kostenaufstellungen und anteilige Reduzierungen bei etwaigen Einsparungen, die beim Bau des Kunstrasenplatzes Höferhof eingetreten sein sollen, einzufordern. Der DTV-Vorsitzende Andreas Gall begrüßte die Anträge und brachte auf den Punkt: "Es geht darum, dass wir unheimlich sparen könnten."

Einer der verabschiedeten Anträge bezieht sich auf den Bau des Kunstrasenplatzes Höferhof, dessen Bau mit 600.000 Euro Gesamtkosten, von denen der DTV bis zu 100.000 Euro (teils in Eigenleistung) zu tragen hat, veranschlagt war. Sollten die Baukosten geringer ausgefallen sein, wollen die Mitglieder, dass der DTV-Anteil um den gleichen Prozentsatz reduziert wird, wie auch die Stadt einspart. "Mit einer solchen Reduzierung würde zumindest eine annähernde Gleichbehandlung des Vereins erreicht, denn für den Umbau des Eifgen-Stadions muss kein Verein einen Zuschuss beisteuern", kommentierte Andreas Gall.

Beide Anträge stützen sich auf eine Aussage des Ingenieurbüros Vennegeerts, das wie folgt zitiert wird: "Die Anlage ist ganz toll geworden und das auch noch für weniger Geld als geplant." So fordert die Mitgliederversammlung mit dem zweiten Antrag, dass sich der DTV-Vorstand bei der Stadtverwaltung für die Vorlage einer detaillierte Kostenaufstellung inklusive Gegenüberstellung mit den Angaben in den vorangegangenen Angeboten zum Bau der Laufbahn rund um die Höferhof-Kunstrasen einsetzen soll. Hierbei sei vertraglich vereinbart, dass sich der DTV mit bis zu 125.000 Euro an den Kosten beteiligt. "Um dies ermitteln zu können, ist eine Kostendarstellung notwendig und eine sich daraus eventuell ergebende geringere Zahlung zwangsläufig", heißt es in dem Antrag. Der DTV-Vorsitzende betonte: "Wir haben Zusagen gemacht, in dem Bewusstsein von 600.000 Euro Kosten - sind die Kosten tatsächlich niedriger ausgefallen, wollen wir genauso anteilig sparen wie die Stadt."

Unmut zeigten die Mitglieder über die Entwicklung beim Verkauf des Asterweg-Vereinsgeländes. Der sollte eigentlich bis zum Jahresende an einen Investor erfolgt sein - mit dem Erlös will der DTV seinen Kostenanteil am Höherhof-Umbau finanzieren. Inzwischen ist jedoch klar, dass sich Verhandlungen zwischen dem Investor und der Stadtverwaltung verzögern. "Da macht die Stadt dubiose Auflagen, stellt irritierende Bedingungen", zeigte sich die Versammlung einig. Und weiter: "Der Investor hat Zeit, wir als Verein aber nicht."

Übrigens: Den Kassiererposten, der seit der Jahreshauptversammlung im Frühjahr vakant war, weil Kevin Rehbold aus beruflichen Gründen zurücktrat und inzwischen seine neue sportliche Heimat beim SSV Dhünn gefunden hat, besetzte die Versammlung auch. Die Anwesenden wählten einstimmig den 48-jährigen Michael Kissling in das Amt.

Quelle: RP
 
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