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Wermelskirchen
Duo vom MSC Dhünn wieder auf Platz eins

Wermelskirchen: Duo vom MSC Dhünn wieder auf Platz eins
So sehen Sieger aus: Manuel Schönherr und Björn Jäger (v.l.) vom Motorsportclub (MSC) Dhünn setzten sich gegen ihre Konkurrenten Uwe Send, Thomas Blumenschein und Werner Härtl durch. FOTO: msc dhünn
Wermelskirchen. Manuel Schönherr und Björn Jäger fahren unangefochten die Deutsche Amateurrundstreckenmeisterschaft ein. Von Stephan Singer

Sie haben es nach 2012 erneut geschafft: Mit neuem Rennwagen sicherten sich Manuel Schönherr und Björn Jäger vom Motorsportclub (MSC) Dhünn den Sieg in der Deutschen Amateurrundstreckenmeisterschaft. Erstmals startete das Duo mit einem Audi TT-S. Der Wechsel des Rennboliden zahlte sich aus, denn nachdem Jäger und Schönherr 2013, 2015 und 2016 die Vizemeisterschaft einfuhren, sicherten sie sich jetzt die Meisterschaft kaum angefochten noch vor dem letzten Lauf der Rennserie, der morgen in Hockenheim stattfindet.

Am weltberühmten Hockenheimring fiel im März der Startschuss für die Meisterschaft. Weitere Stationen waren Schlotheim in Thüringen und der Nürburgring in der Eifel mit jeweils zwei Laufterminen sowie Most in Tschechien. An jedem Lauftermin werden ein freies Training, ein Zeittraining und zwei Rennen gefahren, womit sich aus sieben Läufen 14 Rennen ergeben, in denen die Fahrer mit Punkten bewertet werden. Das Fahrergespann aus Wermelskirchen sicherte sich bislang neun Siege und drei Mal den zweiten Rang - die Meisterschaft kann Jäger und Schönherr damit niemand mehr nehmen. "Wir wollen aber auch zum Saisonabschluss in Hockenheim gewinnen", sagt Schönherr, "erst dann wird gefeiert." Der 37-Jährige, der als Werkzeugmacher in der Firma seines Vaters Helmut (Vorsitzender des MSC Dhünn) arbeitet, weiß, dass ihm und seinem 39-jährigen Fahrerkollegen auch der Zufall half. "Wir konnten relativ früh in der Saison auf den Sieg spekulieren, weil unser Hauptkonkurrent zuletzt aussetzte", sagt er.

Schönherr und Jäger wechseln sich bei den Rennen am Lenkrad ab - je nach persönlichem Befinden oder wie gut wem welche Strecke liegt. An ihrem Boliden schrauben die Rennfahrer viel selbst. Zum Einstellen und Schrauben steht dem Duo eine Halle im Schönherr-Betrieb in Dabringhausen zur Verfügung. Einen Transporter bekommen die Fahrer leihweise gestellt. "Das ist alles immens wichtig, weil es Geld spart", sagt Schönherr. Die Teilnahme an einer Rennsaison kostet die Amateure zwischen 10.000 und 15.000 Euro, die aus eigener Tasche und über Sponsoren gedeckt werden müssen. "Das gilt nur, wenn es keine gravierenden Schäden am Rennwagen gibt. Die Materialausstattung kostet richtig Geld", sagt MSC-Sportleiter Gerhard "Gerry" Diel. Was die Schäden angeht, hatten Schönherr und Jäger bislang Glück. "Nur einen Kotflügel, eine Stoßstange und einen Scheinwerfer mussten wir ersetzen", sagt Schönherr und richtet den Blick fast schon liebevoll auf den 130.000 Euro teuren Audi TT-S. Der schwarze Bolide wurde 2008 als Straßenfahrzeug gebaut und später von einer Fachfirma zum seriennahen Rennwagen umgebaut.

Diel freut sich, dass sich zwei Rennsportler erfolgreich zusammengefunden haben, die einst gegeneinander antraten: "Beide stammen aus der Zeit, als das Kart-Fahren durch Michael Schumacher einen Boom erlebte", sagt er.

Schönherr kam durch seinen Vater in früher Kindheit mit dem Rennsport in Berührung, fährt selbst seit 25 Jahren. Sein Partner Björn Jäger begeistert sich seit 1996 für den Rennsport.

Quelle: RP
 
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