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Wermelskirchen
Ehrenamtler bauen Hütten für den Weihnachtsmarkt auf

Wermelskirchen. Einige der ehrenamtliche Helfer hatten für den Aufbau der Hütten extra Urlaub genommen. Am Freitag beginnt die "Bergische Weihnacht".

Seit 8 Uhr am Morgen sitzt Dirk Stöcker auf dem Gabelstapler. Er rangiert das orangefarbene Gefährt am Platz an der Carl-Leverkus-Straße unermüdlich hin und her. Unter dem großen Mammutbaum sorgt er dafür, dass eine Weihnachtsmarkt-Hütte nach der anderen ihren Platz findet. "Die Wermelskirchener haben einen schönen und schnuckeligen Weihnachtsmarkt verdient. Da mache ich das gerne", sagte Stöcker gestern, der sich wie viele ehrenamtliche Helfer extra Urlaub für den Aufbau genommen hatte.

Insgesamt acht Helfer waren am Freitag aktiv, um den diesjährigen Wermelskirchener Weihnachtsmarkt zu ermöglichen. Dafür mussten die 27 Hütten erstmal in die Innenstadt geschafft werden - normalerweise lagern die nämlich in einer Halle in Tente. Für den Transport verantwortlich war Mario Berkey, ein Garten und Landschaftsbauer, der mit einem Lkw samt Anhänger aushalf. "Ich mache das zum ersten Mal und habe dabei sehr viel Spaß. Dafür kann man auch mal einen Tag auf Einnahmen verzichten", sagte Berkey. Er transportierte immer zwei Hütten auf einmal in die Stadt - dort übernahm dann Dirk Stöcker mit dem Gabelstapler.

Nachdem die Hütten abgeladen worden waren, mussten sie natürlich noch ausgerichtet werden. André Frowein von WiW war zur Stelle, um mit Wasserwaage und Zollstock auszuhelfen. Das war nicht immer einfach - teils musste Frowein mit einer alten Handsäge ran, um passende Blöcke als Untersetzer zurecht zu sägen. "Die Säge war nur leider relativ stumpf", sagte Frowein lachend. Die Laune ließen sich die Helfer davon nicht verderben, auch nicht vom kühlen Wetter. Schließlich gab's zwischendurch warmen Kaffee gegen die kalten Finger und passend zur Stimmung kam dann auch noch irgendwann die Sonne um die Hausecke.

"Ist doch toll, wenn die Sonne auf diese schönen kleinen Fachwerk-Hütten mit ihren grünen Fensterläden scheint", meinte Stöcker, der seit drei Jahren jedes Mal bei Auf- und Abbau hilft. Da stimmte ihm auch sein Freund und Mitstreiter Edgar Rüssel zu: "Wenn man das Ergebnis sieht, macht die Arbeit direkt noch viel mehr Spaß." Nach dem Aufbau der Hütten schmückten die Helfer diese noch mit Lichterketten. "Ohne die Ehrenamtlichen geht's nicht. Sie machen die Bergische Weihnacht erst möglich", sagte Frowein.

Anfang nächster Woche kommen die Betreiber der Hütten und füllen diese mit Leben. Los geht's dann am Freitag, 2. Dezember, ab 17 Uhr. Die offizielle Eröffnungsfeier findet um 19.30 Uhr statt.

(kron)
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