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Wermelskirchen
Eifgen-Kunstrasen kostet 300.000 Euro mehr

Wermelskirchen: Eifgen-Kunstrasen kostet 300.000 Euro mehr
FOTO: Jürgen MOll
Wermelskirchen. Der Stadtrat wird vor der Sommerpause wichtige Beschlüsse zum Kunstrasen im Eifgen und zum Hallenbad fassen. Die Kosten für beide Projekte zusammen: etwa 9,5 Millionen Euro. Von Udo Teifel

Der Naturrasenplatz im Eifgen wird bald Geschichte sein. Im Jahr 2018 will die Stadt Wermelskirchen dort einen Kunstrasenplatz fertiggestellt haben. Zusätzlich soll eine Leichtathletikanlage gebaut werden. Das steht fest. Letztere kostet nach heutiger Berechnung rund 300.000 Euro. Damit kostet dieses Projekt insgesamt 962.000 Euro.

Die Stadtverwaltung will jetzt vor der Sommerpause den politischen Beschluss haben, im heutigen Eifgen-Stadion einen Kunstrasen zu bauen. Bisher war der auf dem oberen Tennenplatz vorgesehen. Dafür gab es einen Beschluss. Der müsste jetzt aufgehoben werden, denn dort soll das Hallenbad gebaut werden. Auch dafür braucht die Stadtverwaltung einen neuen Beschluss.

Inzwischen hat ein Fachbüro den Standort "Rasenplatz Eifgen" geprüft, ob dort ein Kunstrasenplatz überhaupt möglich ist. Das Ergebnis lautet: ja. Aber: Durch die Tal- und Waldlage ist ein höherer Unterhaltungsaufwand des Kunstrasenplatzes und der Nebenanlagen im Vergleich zum bisher geplanten Standort erforderlich. Grundsätzlich, so informiert die Stadtverwaltung jetzt die Politik in einer Unterlage für eine öffentliche Sitzung des Sportausschusses am 5. Juli, verursache der Kunstrasenplatz aber geringere Unterhaltskosten als der heutige Rasenplatz.

Die Kosten für den auf dem Tennenplatz ursprünglich geplanten Kunstrasen verändern sich - zurzeit - nicht: Die Stadt geht von Kosten von 662.000 Euro aus, die aus dem Haushalt bezahlt werden müssen. Vereine müssen sich anscheinend nicht an den Baukosten beteiligen. Beim DTV ist das derzeit anders.

Weitere 300.000 Euro sind erforderlich, um für den Schulsport und die Leichtathletik Nebenanlagen zu bauen - Laufbahn und Sprunggruben. Diese Mittel sind noch nicht im Haushalt veranschlagt.

Unterdessen treibt die Stadtverwaltung auch den Bau des Hallenbades voran. Für den bereits diskutierten Standort auf dem oberen Eifgenplatz braucht die Verwaltung jetzt aber noch einen offiziellen Beschluss der Politik.

Wichtiger ist aber für die Stadt, schnellstmöglich eine Entwurfsplanung vorzulegen. Das geht aber nicht mit eigenen Kräften aus dem Rathaus. Der Grund: Es gibt zu viele Projekte, die umgesetzt werden müssen. Deshalb soll ein externes Büro zur Projektsteuerung frühzeitig eingebunden werden. Auch das wird Teil des Beschlusses im Fachausschuss sein. Bis Ende 2017 soll dieses Büro seine Arbeit aufnehmen.

Die Kosten spielen natürlich eine große Rolle. Über zwölf bis 14 Millionen Euro wurde schon diskutiert. Derzeit liegen die Investitionsmittel für ein neues Bad bei 8,3 Millionen Euro. Es wird, so die Grobplanung, ein spartanisches Bad mit Kleinkinderbecken, Lehrschwimmbecken und Kinderrutsche sowie mit einem 25-Meter-Mehrzweckbecken. Eine Sauna ist nicht vorgesehen. Zwei Sprungbretter wird es geben - die Wassertiefe beträgt dort 3,50 Meter.

Um aber genaue Zahlen für die Bewertung der Finanzierung zu bekommen, ist eine Entwurfsplanung erforderlich. Nur so könnten auch die zukünftigen Jahresbetriebskosten berechnet werden. Und nur daraus ergibt sich das mögliche Einsparvolumen gegenüber dem heutigen Quellenbad. Dort wird, allein schon durch die sehr schlechte Isolierung, viel Steuergeld durch den hohen Energieverbrauch verpulvert.

Quelle: RP
 
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