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Wermelskirchen
Eifgenblick - Anwohner fordern Verkehrsberuhigung im Baugebiet

Wermelskirchen: Eifgenblick - Anwohner fordern Verkehrsberuhigung im Baugebiet
FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Wermelskirchen. Wenn sich mehr als 50 Anwohner bei strömendem Regen zu einem Ortstermin treffen, scheint es viel Gesprächsbedarf zu geben. CDU-Ratsmitglied Stefan Leßenich hatte zur nächsten "Ge(h)spräch"-Aktion eingeladen, diesmal in Hilfringhausen. Von Walter Schubert

"Im Neubaugebiet Eifgenblick läuft nicht alles rund, viele Bürger haben mich darauf angesprochen", sagte Leßenich und fügte an: "Probleme direkt vor Ort bei einem Spaziergang zu besprechen, ist besser als bei einer Infoveranstaltung im Rathaus." Dr. André Benedict Prusa, Technischer Beigeordneter der Stadt, war ebenfalls vor Ort.

Seitdem es 2015 zu einem Vergleich zwischen der Stadt und der Eifgenblick GmbH kam und die Bauträgerbindung aufgehoben wurde, herrscht rege Bautätigkeit. Auf jeder Parzelle entstehen neue Häuser. Da laufen die Beschwerden über Sauberkeit und Lärm natürlich ins Leere. "Eine Bautätigkeit ohne Lärm und Dreck hat es noch nie gegeben", sagten die Politiker.

Aufgebracht reagierten die Anwohner wegen der gefällten Bäume an der Hilfringhauser Straße. "Gefällte Bäume sind nie schön", sagte Prusa, "doch durch das starke Wachstum des Baugebietes nimmt auch der Verkehr zu. Deshalb entsteht an dieser Einmündung eine Abbiegespur." Nicht alle Entscheidungen liegen im Ermessen der Stadt. Für die Hilfringhauser Straße (L 157) ist das Land NRW zuständig. Parkverbote, Tempolimits oder Überquerungshilfen müssen abgestimmt werden.

Viele Anwohner wünschen sich eine Verkehrsberuhigung im Gebiet Eifgenblick. "Wir können Tempo-30-Schilder aufstellen", sagte Prusa, "doch was nutzt dies, wenn die Anwohner schneller fahren? Auch hier gilt die Eigenverantwortung. Die Verwaltung kann nicht für alle Risiken des Lebens verantwortlich gemacht werden." Viele Anwohner machen sich außerdem Sorgen um die Kosten. Zurzeit werden die Straßen fertiggestellt, die Anlieger müssen Anteile übernehmen. "Es gelten die ursprünglichen Bescheide und Berechnungen. Eine Abrechnung nach den Baukosten von 2016 findet nicht statt", versicherte Prusa, der sich die Anregungen der Anwohner anhörte und Notizen machte, um die Themen zu klären.

Beim "Ge(h)spräch" wurde deutlich: Es gibt für die Anwohner noch viele offene Fragen. Die Verwaltung versicherte, künftig alle Anwohner rechtzeitig über aktuelle und geplante Arbeiten zu informieren.

Quelle: RP
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