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Wermelskirchen
Ein Abschied, der nach vielen Jahren schwerfällt

Wermelskirchen: Ein Abschied, der nach vielen Jahren schwerfällt
Marlene Ostermann und Jörg Löwe wurden gestern von der Evangelischen Jugendhilfe feierlich verabschiedet. FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. Marlene Ostermann und Jörg Löwe haben über viele Jahre für die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) tolle Arbeit geleistet. Gestern wurden sie in einer Feierstunde angemessen verabschiedet. Von Walter Schubert

Mit einer wunderbaren Veranstaltung hat die Evangelische Jugendhilfe Bergisch Land (EJBL) gestern zwei Mitarbeiter verabschiedet. Sektempfang, festlich gedeckte Tische, Buffet, Live-Musik und eine Bilderschau im Gemeindehaus in Hünger waren für die zahlreichen Besucher vorbereitet. Marlene Ostermann und Jörg Löwe wurden verabschiedet und zu einer kleinen "Talk-Show" auf die Bühne gebeten. "Wir plaudern hier etwa aus dem Nähkastchen", sagte EJBL-Geschäftsführerin Silke Gaube. Sie hatte als Moderatorin dann auch ein richtiges Nähkästchen mitgebracht, aus dem immer wieder neue Kärtchen hervorkamen, um an Geschichten, Begebenheiten und Anekdoten zu erinnern.

Marlene Ostermann, Teamleiterin der Heilpädagogischen Ambulanz, geht in den Ruhestand. 34 Jahre war sie im Dienst der Evangelischen Jugendhilfe tätig. Begonnen hatte sie 1979 im Evangelischen Kreiskinderheim. Mehr als zehn Jahre leitete sie die Mädchenwohngruppe in Braunsberg, leitete anschließend die Heilpädagogische Ambulanz und war darüber hinaus Vorsitzende der Mitarbeitervertretung. Sie ist ein "Aushängeschild" für die Einrichtung, hieß es in der Verabschiedung.

Fast zehn Jahre war Jörg Löwe als Verwaltungsleiter, Prokurist und Mitglied der Geschäftsleitung bei der EJBL tätig. Und da er auch Sozialarbeiter und Sozialmanager ist, waren seine Aufgaben so vielfältig, dass er gar nicht nur durch einen Nachfolger zu ersetzen ist. "Mit Elke Heider haben wir eine neue Prokuristin gefunden. Die anderen Aufgaben werden wir nach einer internen Umstrukturierung aufteilen", erklärte Geschäftsführerin Gaube die Nachfolgeregelung. Ein tolles Arbeitsprinzip des scheidenden Verwaltungsleiters lernten die Gäste gestern kennen: das "ADLD-System". Die Abkürzung steht für "Auf den letzten Drücker" - Jörg Löwe muss darin ein Meister gewesen sein. "Es hat aber immer funktioniert", betonte Gaube.

"Ein Abschied schmerzt immer, auch wenn man sich auf das Neue freut", sagte Fachbereichsleiter Markus Emonts in seiner Rede. Es war eine herzliche und auch etwas wehmütige Verabschiedung. "Es geht ja nicht nur um die berufliche Kompetenz", sagte Emonts. "Die beiden sind uns ja auch persönlich ans Herz gewachsen. Es fällt uns schwer, sie ziehen zu lassen."

Quelle: RP
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