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Wermelskirchen
Ein alter Sportplatz wird zur Siedlung

Wermelskirchen: Ein alter Sportplatz wird zur Siedlung
Die Fußballer nehmen auf ihre Art Abschied von diesem Sportplatz, wo schon Generationen gekickt haben. FOTO: Udo Teifel
Wermelskirchen. Junge Familien sollen in Dabringhausen die Möglichkeit finden, in Einfamilien- und Doppelhäusern einzuziehen. Dafür wird der Sportplatz Asterweg zur Siedlung. Das alte DTV-Vereinsheim könnte zur Flüchtlingsunterkunft werden. Von Udo Teifel

Der städtebauliche Plan liegt bereits vor, der Bebauungsplan "Meisenweg" soll jetzt in einem beschleunigten Verfahren aufgestellt werden - aber der Vertrag zum Verkauf des Sportplatzes Asterweg ist noch nicht unterzeichnet. "Wir stehen aber kurz davor. Das wird in den nächsten Wochen geschehen", bestätigte gestern DTV-Vorsitzender Andreas Gall die Informationen der Bergischen Morgenpost.

Ein Projektentwickler aus Frankfurt will auf dem alten Ascheplatz 13 Wohneinheiten in Form von freistehenden Einfamilien- sowie Doppelhäusern schaffen. Die Grundstücksgrößen liegen zwischen 430 und 530 Quadratmeter. Als Zielgruppe sollen hier junge Familien mit dem Projekt angesprochen werden. Das neue Wohngebiet wird über den Meisenweg erschlossen, bekommt dann aber eine eigene Stichstraße.

Laut Stadtverwaltung ist die Aufstellung eines Bebauungsplan in diesem Fall unerlässlich: Das hat etwas mit der Lage des Sportplatzes zu tun. Denn der liegt mitten in einem Siedlungsgebiet. Deshalb muss planungsrechtlich geregelt werden, wie die bauliche Nutzung ist und wie groß die Gebäude werden dürfen. Nur so könnten Fehlentwicklungen ausgeschlossen werden, heißt es in der Vorlage zum Fachausschuss. Der muss das Verfahren in seiner nächsten Sitzung am 26. Juni mit einer Empfehlung an den Stadtrat einleiten. Der Aufstellungsbeschluss erfolgt am 10. Juli im Stadtrat.

Mit der Aufstellung des Bebauungsplans wird nach Darstellung der Stadtverwaltung das Ziel verfolgt, "zentrumsnahes und zugleich ruhiges Wohnen zu ermöglichen". Das geplante Wohngebiet trage dazu bei, ein harmonisches Gesamtbild des Quartiers herzustellen und füge sich in die Bestandsbebauung ein.

Das DTV-Vereinsheim ist noch nicht verkauft. Auf dem Parkplatz vor dem Vereinsheim sollen Container aufgestellt werden. FOTO: Teifel Udo

Der vorliegende Planungsentwurfe sieht Einfamilien- und Doppelhäuser mit zwei Vollgeschossen vor. Der ruhende Verkehr soll auf den privaten Grundstücken in Form von Garagen, Carports und Stellplätzen untergebracht werden. Ergänzend, so sieht es der Plan vor, sollen im öffentlichen Straßenraum bis zu acht öffentliche Parkplätze gebaut werden. Zur Hilgener Straße soll ein privater Fußweg angelegt werden, um die Grundstücke von dort fußläufig zu erreichen.

In der Begründung zu dem Bebauungsplan "Meisenweg", entworfen von einem Kölner Stadtplanungsbüro, wird davon ausgegangen, dass der Verkehr im Plangebiet und der direkten Umgebung zunehmen werde. Der zu erwartende Mehrverkehr werde durch die Beschränkung der Wohneinheiten auf 13 von den Kölner Architekten "als gering" eingestuft.

Damit wäre aber nur der Sportplatz verkauft. Das Vereinsheim mit den Parkplätzen wird aber nicht von diesem Projektentwickler übernommen. Das bestätigte Gall. Derzeit plant die Stadtverwaltung, auf dem Parkplatz am Vereinsheim Container zur Flüchtlingsunterbringung aufzustellen. Diese Fläche steht ganz oben auf der Liste des Wohnraumbeschaffungskonzeptes. Auch am Vereinsheim ist die Stadtverwaltung interessiert, sagte Gall im Gespräch mit dieser zeitung. "Wir sind aber noch nicht zum Abschluss gekommen."

Quelle: RP
 
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