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Wermelskirchen
Ein neuer Chefarzt für die Gynäkologie

Wermelskirchen. Für Dr. El Khalfaoui hat eine gute Patientenversorgung einen hohen Stellenwert. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Krankenhaus war ein wichtiges Kriterium für ihn, diese Stelle anzutreten. Von Bernd Geisler

Im Krankenhaus Wermelskirchen wirkt seit dem 24. April ein neuer Chefarzt in der Gynäkologie: Dr. Khalid El Khalfaoui. Er ist Nachfolger von Dr. Dieter Glaser, der im September 2016 gekündigt hatte. Eine "Findungskommission" wurde daraufhin offiziell tätig, um einen neuen Chefarzt zu finden. Das teilten gestern Geschäftsführer Christian Madsen, der Ärztliche Direktor Dr. Volker Launhardt, der Chefarzt der Viszeralchirurgie, Dr. Arif Yaksan und Pflegedienstleiterin Monika Hartung bei der Vorstellung von Dr. El Khalfaoui mit.

Die Findungskommission wählte den neuen Chefarzt Dr. El Khalfaoui aus, der Aufsichtsrat bestätigte die Wahl in einer außerordentlichen Sitzung am 14. Februar. "Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten für diese Stellung war nicht so schwierig", sagte Dr. Launhardt. Man habe sehr selbstbewusst vorgehen können.

Das Krankenhaus Wermelskirchen verfüge mit seinen Fachabteilungen über einen ausgezeichneten guten Ruf auch bei den Ärzten. Hinzu komme zur Attraktivität der Stadt Wermelskirchen das ausgezeichnete Potenzial des Krankenhauses im Hinblick auf ein gesundes, finanzielles Polster, eine vernünftige Atmosphäre und eine exzellente Vernetzung der Abteilungen untereinander. Auch bezüglich der vorhandenen Technik sei es überdurchschnittlich ausgestattet.

Für ihn sei die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Fachabteilungen, etwa zwischen der Gynäkologie, der Chirurgie und der Inneren, ein wichtiges Kriterium gewesen, die neue Stelle als Chefarzt anzutreten, sagte Dr. El Khalfaoui. Sein Ziel sei es, stets eine gute Patientenversorgung sicherzustellen. Das habe einen hohen Stellenwert für ihn.

"Die Verzahnung der Fachabteilung und die Kollegialität ist hierbei vorbildlich", sagte er. Es sei zum Beispiel auch in größeren Krankenhäusern überhaupt nicht selbst verständlich, dass ein Patient morgens anrufe, um einen Termin für ein Kontrastmittel-CT in der Radiologie zubekommen, und am Nachmittag bereits in der Radiologie entsprechend versorgt werde. So geschehen kürzlich in Wermelskirchen.

Dr. El Khalfaoui ist Spezialist auf dem Gebiet der gynäkologischen Onkologie. Das umfasst die Behandlung von Genital-, Brust- und Unterleibskrebserkrankungen. Er machte erkrankten Frauen Mut: Zwar sei Angst immer vorhanden, sagte er, aber heutzutage gebe es Möglichkeiten, einen Krebs, der noch vor zehn Jahren als unheilbar galt, bei rechtzeitiger Früherkennung zu heilen.

Der neue Chefarzt steht einer Abteilung mit zwei Oberärzten und fünf Fachärzten vor. Das sei für die vorhandenen 20 Betten überdurchschnittlich gut. Im letzten Jahr habe diese Abteilung rund 1500 Patientinnen versorgt, teilte Christian Madsen mit. Der Schwerpunkt der Patientinnen komme aus dem direkten Umland, aber durch den neuen Chef sei es bis nach Oberhausen erweitert worden. Eine Vergrößerung dieser Abteilung sieht Dr. El Khalfaoui mit der vorhandenen Personalkapazität als eine persönliche Herausforderung. Die Tatsache, dass es hier keine Abteilung Geburtshilfe mehr gebe, empfindet er nicht als Nachteil. Die Anzahl der Patientinnen der Gynäkologie sei durch den Wegfall der Geburtshilfe auch nicht zurückgegangen, sagte Dr. Launhardt.

Quelle: RP
 
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