| 00.00 Uhr

Kommentar
Ein schlechtes Signal für die Zukunft

Wermelskirchen. Die Nachricht schlug am Donnerstag ein wie eine Bombe: Das Krankenhaus schließt die Geburtsstation. Eine Abteilung, auf die Wermelskirchener immer besonders stolz waren, denn sie konnten sagen: Wir sind echte Dellmänner.

Warum aber plötzlich so überhastet? Darauf hat das Krankenhaus bisher keine überzeugende Antwort geliefert. 14 Tage bis zur Schließung der Geburtsstation - werdende Mütter müssen sich jetzt Hals über Kopf neu orientieren. Hätte man nicht bis zum Sommer diese Station langsam auslaufen lassen sollen? War die Schließung so dringend?

Die Zahlen scheinen da eine gewichtige Rolle zu spielen. Rote Zahlen seit Jahren. Und sie sollen sich für diese Abteilung der Millionengrenze nähern. Das ist viel. Eigentlich viel zu viel. Aber ist das der Grund, die Reißleine zu ziehen?

Das Krankenhaus steuerte in den vergangenen Jahren offenen Auges auf diese Situation zu. Warum reagierte nicht der Aufsichtsrat? Warum steuerte man nicht dagegen? Viele offene Fragen. Der jetzige Schritt stimmt jedenfalls traurig. Und ist kein gutes Signal für die Entwicklung der Stadt Wermelskirchen.

udo.teifel@bergische-morgenpost.de

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kommentar: Ein schlechtes Signal für die Zukunft


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.