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Realschule in Wermelskirchen
Ein Schulfest mit reichlich Action

Schulfest 50 Jahre Realschule Wermelskirchen
Wermelskirchen. Bullenreiten, Zirkus, Bobbycar-Parcours - beim Fest zum 50-jährigen Bestehen der Realschule gab es viele Attraktionen. Die Schüler waren in die Organisation eingebunden. Eltern sammeln Unterschriften für den Erhalt der Realschule. Von Stephan Singer

Martina Erdl vom Leitungsteam der Realschule fand für das Schulfest zum 50-jährigen Bestehen der Schule nur ein Wort: "Toll!" Und damit bezog sie sich nicht nur auf das Wetter, das von 10 bis 15 Uhr am Samstag mitspielte, denn die Gäste blieben vom Regen verschont. Vor allem das geschlossene Bild des Schulfestes hatte es den Besuchern angetan, denn Organisator Christoph Leyhausen, Verwaltungsassistent an der Realschule, war es gelungen, alle Schüler in das Geschehen einzubinden. So wurde das Jubiläumsfest tatsächlich zum ureigenen Fest für die Schüler, Lehrer und die Ehemaligen.

Liebevoll, engagiert, kreativ und fantasievoll hatten die Realschüler ihr Fest vorbereitet. Sogar die bunten und neonfarbenen Hinweisschilder für Preise, Bonverkauf und Tombola sowie die Wegweiser zu den Toiletten waren selbst gezeichnet und gemalt. Im "Schichtbetrieb" besetzten die Realschüler die einzelnen Stände, an denen sie die Besucher mit Getränken, Cocktails, Fingerfood, Salat, Grillgut, Waffeln und Kuchen versorgten. So entstand eine reichhaltige Schlemmermeile, die Besucher hatten die Qual der Wahl. Am Grillstand unterstützte übrigens Rene Görke die Schüler. Görke wurde 2015 beim Dabringhausener Dorffest zum "Super-Griller" gekürt, er besuchte selbst einst die Wermelskirchener Realschule.

Völlig begeistert vom Schulfest an ehemaliger Wirkungsstätte war die 20-jährige Veronika Löhmer, die ihren Abschluss 2011 machte: "Es ist alles total schön hier. Die Realschule muss bleiben", forderte sie. Mit ihrem letzten Satz spielte Löhmer auf eine Unterschriften-Aktion von Realschul-Eltern unter Federführung der Schulpflegschaftsvorsitzenden Petra Lederle an. Die Aktiven nutzten das Schulfest, um Unterschriften für den Fortbestand der Realschule zu sammeln. Sie wollen, dass die Schule ab dem Schuljahr 2017/18 wieder Schüler aufnehmen darf. Die Initiatoren der Unterschriftensammlung sind sich sicher: "Viele Eltern wünschen sich für ihre Kinder weiterhin eine Realschule als eigenständige Schulform."

Teilweise schweißtreibendes Mitmachen war bei Hau-den-Lukas, dem Kölner Spiele-Zirkus im eigenen Zelt auf dem Schulhof, auf dem Bobbycar-Parcours oder beim Bullriding angesagt. Letzteres hat es in sich, vor allem dann, wenn man sich vor den Klassenkameraden sowie den Schülern an der Zeitmessung nicht blamieren will. Wer es schaffte, sich länger als 30 Sekunden auf dem "wilden Stier" zu halten, war gut im Rennen. Die 13-jährige Melina Dreier aus der siebten Klasse hielt sich gut und nahm es gelassen: "Ich bin eigentlich nur für einen Klassenkameraden eingesprungen, der sich nicht getraut hat", sagte sie. Eine Tanzdarbietung des "Momo"-Ballettstudios, Gesang von Annika Schmidt (sie arbeitete als Aushilfslehrerin an der Realschule) und ein Konzert der Band "Peanut Butter Jelly Pie" rundeten das Programm ab.

Die 13-jährige Melina Dreier beim Bullriding - das Bullenreiten war nur eine von vielen Attraktionen beim Schulfest zum 50-jährigen Bestehen der Realschule. FOTO: Jürgen Moll

Übrigens: Als Erinnerungsstücke zum Mitnehmen konnten die Besucher bedruckte Schlüsselbänder oder die Realschul-Jubiläumstasse erwerben. Mit diesem Becher in der Hand gab es den ganzen Tag über den Kaffee gratis.

Quelle: RP
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