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Wermelskirchen
Ein Verwirrspiel begeistert die Zuschauer

Wermelskirchen: Ein Verwirrspiel begeistert die Zuschauer
Stefan Maus (l.) und Wilfried Frowein von der Laienspielgruppe Hünger überzeugten in ihren Rollen als "Sir Clive Patridge" und "Prout". Rund 600 Zuschauer im Gemeindehaus waren begeistert vom aktuellen Stück "Alles in Butter". FOTO: Hertgen
Wermelskirchen. Am Premieren-Wochenende von "Alles in Butter" kamen mehr as 600 Menschen zu den Vorstellungen ins Gemeindehaus Hünger, um sich die neue Komödie der Laienspielgruppe anzusehen. Drei weitere Vorstellungen folgen. Von Tim Kronner

Nachdem die Laienspielgruppe Hünger vor drei Jahren einen erfolgreichen Abstecher in Richtung Psychothriller gewagt hatte, kehrten die Hobby-Schauspieler am Freitag wieder zu ihren Wurzeln zurück. Denn mit "Alles in Butter" stand eine Komödie von Edward Taylor auf dem Programm. "Das ganze Wirrwarr war einfach super lustig. Es hat mir sehr gut gefallen", freute sich Kerstin Frank, eine der rund 200 Zuschauer bei der Premiere am Freitag.

Ort des Schauspiels ist ein Apartment in Paris. In diesem soll der Brite Sir Clive Patridge, heißer Anwärter auf den Präsidentenposten der Europäischen Kommission, untergebracht werden. Denn am nächsten Tag steht die wichtige Wahl an, vor der er allerdings noch den Amtsinhaber von sich und seiner moralischen Integrität überzeugen muss. Patridge, gespielt von Stefan Maus, muss sich also als Muster-Schwiegersohn verkaufen, obwohl er eigentlich das genaue Gegenteil ist: ein egozentrischer, herablassender Frauenheld. "Ich musste mich manchmal schon ein bisschen überwinden, den Chauvi raushängen zu lassen", verriet Maus.

Und für den eigentlich so selbstsicheren Patridge wird die Lage zusehends schlechter. Denn sein leicht trotteliger Gehilfe "Prout" hat bei der Anmietung des Apartments leider übersehen, dass dieses eigentlich bewohnt ist. So tauchen nach und nach die eigentliche Bewohnerin, Patridges Ehefrau und seine ziemlich naive und eifersüchtige Geliebte auf. Patridge ist händeringend damit beschäftigt, Geliebte und Ehefrau voneinander fernzuhalten, wobei er sich in Ausreden verstrickt - denn auch der Botschaftsangestellte Prout, gespielt von Wilfried Frowein, soll ja nichts von seinem Lotterleben mitbekommen. Der ist allerdings damit beschäftigt, die eigentliche Bewohnerin von den ungebetenen Gästen abzulenken. So kommt es, dass in dem Apartment nur so die Türen fliegen, jeder ständig aneinander vorbeiläuft und am Ende durch reihenweise Verwechslungen keine Figur mehr wirklich weiß, wer denn jetzt der andere ist - ein perfektes Verwirrspiel, das für viele Lacher sorgte.

"Mir hat die Szene am besten gefallen, in der die Bewohnerin verzweifelt, weil der Vorhang zum Balkon wieder zugezogen ist, nachdem sie ihn erst kurz zuvor geöffnet hat. Denn sie denkt ja, dass sie alleine ist. Das war wirklich toll gespielt", sagte Stammgast Stefan Haag. Bürgermeister Rainer Bleek pflichtete ihm bei. "Ich muss gestehen, dass es mein erster Besuch hier war. Es war aber sehr unterhaltsam und klasse gespielt. Ich komme gerne wieder."

Am Ende löste sich die Situation übrigens doch noch fast in Wohlgefallen auf. Und zumindest für alle Schauspieler und Zuschauer war nach diesem gelungenen Theater-Abend mal wieder "alles in Butter".

Quelle: RP
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