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Wermelskirchen
Ein Zeugnis musikalischer Bildung

Wermelskirchen. Ein Verspieler war bestimmt der Nervosität der Musikschüler geschuldet und tat dem Applaus der rund 100 Besucher beim Adventskonzert der Musikschule Wermelskirchen in der Stadtkirche keinen Abbruch. Die 45 Mitwirkenden bei den zehn Auftritten einzelner Gruppen aus verschiedenen Musikschulklassen brachten eine Ergebnispräsentation der Arbeit des zweiten Halbjahrs 2017 zu Gehör. Und auch wenn er den Begriff Leistungsschau nicht gerne hören mochte, sagte Musikschulleiter David Hecker: "Unser Aushängeschild sind viele Konzerte. Das Adventskonzert ist dabei ein besonderes, weil hier sehr gute Beiträge gespielt werden, auf die lange hingearbeitet wurde."

Nach ihren Auftritten konnte das Publikum in der Stadtkirche manch ein stolzes und erleichtertes Lächeln auf den Gesichtern der zumeist jugendlichen Nachwuchsmusiker erkennen. Einen rundum gelungenes Spiel absolvierten Alena Hoffmann (Querflöte), Lena Jedig (Klavier), Helena Pietryga als Gast am Cello und Maria Pietryga (Querflöte), die aucn die Lehrerin der Klasse ist. Die 17-jährige Alena Hoffmann spielt ihr Instrument seit fünf Jahren: "Vor dem Auftritt war ich total nervös, danach vollkommen erleichtert." Für die Musikschulschülerin ist ihr Hobby überhaupt nicht "uncool", sondern ein "Riesenspaß". Allerdings gibt sie durchaus zu: "Natürlich gibt es vor dem Unterricht mal Null-Bock-Momente. Letztlich zahlt sich das Üben und Musizieren jedoch aus."

Bereits vor dem Sommer startete das Üben für das anspruchsvolle Stück "Triosonate G-Dur BWV 1039" von dem berühmten Komponisten Johann Sebastian Bach. "Dieses Adventskonzert sticht für uns alle schon heraus, weil es in der Stadtkirche einen anderen Rahmen als üblich hat - es ist sehr festlich", erläuterte Musikschullehrerin Maria Pietryga.

Blockflöten- und Gitarrenensemble, eine Vokalgruppe oder ein Querflöten- sowie ein Celloquartett legten in der Stadtkirche ein Zeugnis musikalischer Bildung ab, die über den Anfängerstatus hinaus geht. Beim Lied "Launischer Sinnspruch" von Uli Führe, das das Vokalensemble anstimmte, gab es beim ansonsten eher feierlich gehaltenen Konzert sogar einen humorigen Moment, der sommerlich-leichte Heiterkeit versprühte: Die Sängerinnen setzten sich alle einen Strohhut auf. Für das "Junge Orchester" unter der Leitung von David Hecker musste schließlich etwas länger umgebaut werden, denn 14 Musiker benötigten Stühle. Ein imposantes Bild boten die Mitwirkenden, als sie sich allesamt vor dem Publikum zusammenfanden und "Oh, du fröhliche" anstimmten.

(sng)
 
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