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Wermelskirchen
Eine Zeitreise in die Kindheit

Wermelskirchen: Eine Zeitreise in die Kindheit
Anke Lück, ihre Tochter Nicola sowie Gundel Buse und Daniela Corral (v. l.) präsentierten Spielzeug aus alter Zeit. FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. Bei der Spielzeug-Ausstellung in Dhünn gab es viele Schätze zu bewundern. Von Stephan Singer

Ihre Oma hat glücklicherweise wenig in den Müll geworfen. "Sie war eine große Bewahrerin", sagt Anke Lück. Dieses Material aus Großmutters Bestand bildete die Basis für Anke Lücks Ausstellung mit historischem Spielzeug. Diese präsentierte sie zur Dhünner Kirmes im Alten Pastorat. Dabei konnten die Besucher wahre Schätzchen, wie beispielsweise eine Puppenstube aus den 1930er-Jahren, bewundern.

"Ich erweitere die Ausstellung ständig. Ich bin immer auf der Suche - im Internet genauso wie auf Trödelmärkten", erzählt Ausstellungsmacherin Anke Lück. Auch aus dem Urlaub brächte sie jedes Mal ein neues Stück mit. Die Krankenpflegehelferin aus Wuppertal sieht ihre Ausstellung als Wanderausstellung, sie ist mit ihr unter anderem regelmäßig im Wermelskirchener "Haus Vogelsang" zu Gast. Anke Lück, ihre in Dhünn lebende Tochter Nicola sowie die beiden Freundinnen Gundel Buse und Janina Corral wollen die Besucher der Ausstellung auf eine Reise in die Kindheit entführen. Anke Lück verfolgt zudem einen tieferen Sinn: "Ich arbeite viel mit an Demenz erkrankten Menschen zusammen. Für Patienten mit dieser Krankheit kehrt die Vergangenheit nicht zurück, aber es ist möglich, für einen Moment ein Stückchen Erinnerung zurückzuholen."

Die Ausstellung lud zum Stöbern ein und dazu, auch einmal einen zweiten Blick zu wagen: Da fand sich der Walkman-Cassettenspieler genauso wieder wie das Spielzeuginstrument "Clarina" (das rote mit den bunten Tasten), Autos und Traktoren aus Blech mit aufziehbaren Antrieben, gut erhaltene Bücher mit dem berühmten Igel "Mecki" als Hauptfigur oder aus Pappmaché gefertigte Handpuppen von Märchenfiguren. Fünf Stunden benötigte Anke Lück gemeinsam mit einer Helferin, um die Ausstellung in Dhünn aufzubauen.

Dieser Aufwand hatte sich in den Augen von Ausstellungsbesucher Christoph Mücher in jedem Fall gelohnt. "Wenn ich die Rollschuhe, den Webrahmen, den Kreisel, die Monchhichi-Figuren oder die Glasmurmeln sehe, lässt das ein wenig die Kindheit aufleben", sagte der 45-Jährige.

(sng)
 
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