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Wermelskirchen
Einzelhändler positionieren sich zum Radverkehr

Wermelskirchen: Einzelhändler positionieren sich zum Radverkehr
Wird die Telegrafenstraße bald wieder für den gegenläufigen Radverkehr freigegeben? FOTO: Teifel (Archiv)
Wermelskirchen. Die Stadt hat die Händler der Telegrafenstraße über den Sachstand informiert. Grundsätzlich sind diese nicht abgeneigt. Von Sebastian Radermacher

Die Stadtverwaltung hat die Einzelhändler der Telegrafenstraße in einer nichtöffentlichen Sitzung über den Stand der Planung zur Wiedereinführung des gegenläufigen Radverkehrs auf der Telegrafenstraße informiert. Dieser Vorschlag wurde jüngst im Fachausschuss von einem Ingenieurbüro vorgetragen (BM berichtete).

Die betroffenen Händler veröffentlichen jetzt ihre Position zu diesem Thema - mehr als 35 von ihnen haben dazu eine gemeinsame Presseerklärung unterschrieben. Darin machen sie deutlich, dass sie grundsätzlich nicht gegen die Wiedereinführung des Radverkehrs entgegen der Einbahnstraße sind. "Die Radfahrer bringen zusätzliche Kundenfrequenz. Der Großteil auswärtiger Besucher nimmt das Angebot der Händler und Gastronomiebetriebe gerne an", heißt es in der Mitteilung. Nach Meinung der Händler entstehen durch den gegenläufigen Radverkehr aber "zusätzliche Unfallpunkte", für Radfahrer etwa an der Einfahrt in die Straße "An der Feuerwache", an der Ausfahrt des Sparkassenparkplatzes, durch den Gegenverkehr im dann gesperrten Teil der Telegrafenstraße sowie beim Linksabbiegen in die Straße "An der Feuerwache". "Deshalb muss gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer bei der Öffnung der Telegrafenstraße für Radverkehr in beide Richtungen oberste Priorität haben."

Die Händler befürchten zudem, dass das Ableiten des Verkehrs von der Telegrafenstraße über die Straße "An der Feuerwache" in Richtung Brückenweg zu einem erheblichen Rückstau führen werde. Denn Autofahrer, die von der Straße "An der Feuerwache" links auf den Brückenweg fahren möchten, würden wegen der Vorfahrtsregelung nur schwer abbiegen können. Kunden, die mit dem Auto ihre Ziele in der Telegrafen- oder Carl-Leverkus-Straße erreichen möchten, dürften durch den Radverkehr nicht beeinträchtigt werden. Bei längeren Rückstaus bestehe die Gefahr, "dass der Kunde seinen Einkauf nicht mehr in Wermelskirchen tätigt". Die Händler sprechen sich klar dagegen aus, den Autoverkehr komplett aus der Telegrafenstraße zu verbannen.

Außerdem fordern sie, dass der gegenläufige Radverkehr nicht mit den Plänen zur Neugestaltung des Loches-Platzes kollidiert. "Ärgerlich wäre, wenn die Verkehrsführung in eineinhalb Jahren durch den Umbau des Loches-Platzes erneut geändert werden müsste."

Quelle: RP
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