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Wermelskirchen
Empfehlungen für besseren Brandschutz

Wermelskirchen: Empfehlungen für besseren Brandschutz
Bei einem Brand muss die Feuerwehr in vorgegebenen Fristen am Einsatzort sein (hier ein Einsatz 2015 in der Hofschaft Am Walde bei Dhünn). FOTO: Radermacher
Wermelskirchen. Mehr Personal für die Hauptwache, zweite Drehleiter, neues Gerätehaus in Dabringhausen für ehrenamtliche Kräfte - die Kommunalagentur gibt Handlungsempfehlungen für einen besseren Brandschutz. Die Politik stimmt am 15. Mai ab. Von Sebastian Radermacher

Die Kommunalagentur NRW hat ihren Abschlussbericht zur Analyse des Brandschutzes in Wermelskirchen vorgelegt. Sie empfiehlt mehrere Veränderungen, um die Arbeitsabläufe der Feuerwehr und die Erreichbarkeit der Einsatzorte, vor allem in den Außenortschaften, zu verbessern. Die Stadtverwaltung schlägt nun mehrere Brandschutzmaßnahmen vor, die die Politiker im Stadtrat am Montag, 15. Mai, beschließen sollen. Ein Überblick.

Personal Die Feuer- und Rettungswache Vorm Eickerberg soll zur Erhöhung der Erreichbarkeit im Stadtgebiet mit zusätzlichen hauptamtlichen Kräften ausgestattet werden. Statt sechs soll es künftig neun Funktionsstellen geben. "Die Aufstockung der hauptamtlichen Wache hat - unabhängig von der Erreichbarkeit der ehrenamtlichen Kräfte - das Hauptziel, schnellstmöglich ausrücken zu können", teilt die Kommunalagentur mit.

Da etwa 80 Prozent der Feuerwehreinsätze im Kernstadtgebiet liegen, könne damit für diesen Bereich ein Erreichbarkeitsgrad von etwa 98 Prozent erzielt werden. Folglich ergebe sich planerisch für das gesamte Stadtgebiet ein Erreichbarkeitsgrad von rund 80 Prozent innerhalb der ersten Hilfsfrist (erste Gruppe nach acht Minuten am Einsatzort) - eine deutliche Verbesserung des Brandschutzes. Durch die Aufstockung werde zudem die Erreichbarkeit von Dhünn und Dabringhausen innerhalb der zweiten Frist (zweite Gruppe nach 13 Minuten vor Ort) verbessert.

Situation in Dabringhausen Für die Kommunalagentur ist die Lage eindeutig: Aus derzeitiger Sicht sei ein weiterer Standort in Wermelskirchen mit hauptamtlichen Kräften nicht erforderlich. Offen war bislang die Frage, ob in Dabringhausen lediglich ein neues Gerätehaus für die freiwilligen Feuerwehrleute oder eine zweite Wache für hauptamtliche Kräfte gebaut werden soll. Letzteres ist aus Sicht der Kommunalagentur nicht erforderlich: "Es ist bei gegenseitiger Unterstützung der freiwilligen Einheiten nicht pauschal von einer zu geringen Personalverfügbarkeit auszugehen." Trotzdem sollte "durch verschiedene Anreize und Werbemaßnahmen das Ehrenamt gestärkt werden". Aufgrund des Zustands der beiden Gerätehäuser regt die Kommunalagentur den Neubau einer gemeinsamen Unterkunft für die ehrenamtlichen Kräfte des Löschzugs vier (Dabringhausen/Kreckersweg) an. Der von der Politik bereits im Dezember 2013 gefasste Beschluss über die Stationierung von hauptamtlichen Feuerwehrleuten in Dabringhausen sollte daher nicht umgesetzt werden, teilt die Kommunalagentur mit.

Zweite Drehleiter Um die Abdeckung bei Einsätzen in Dabringhausen und Dhünn zu verbessern, sollte in den Außenortschaften in Zukunft eine zweite Drehleiter stationiert werden, empfiehlt die Kommunalagentur. Die Stadtverwaltung hat vor kurzem für 600.000 Euro eine neue Drehleiter gekauft - das bisherige Fahrzeug soll nun aber nicht verkauft, sondern in Dabringhausen stationiert werden. Mit zwei Drehleitern (eine in der Wache Vorm Eickerberg, eine in Dabringhausen) könne für fast alle bebauten Gebiete planerisch sichergestellt werden, dass spätestens nach 13 Minuten eine Drehleiter am Einsatzort zur Verfügung stehe.

Quelle: RP
 
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