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Wermelskirchen
Entscheidung über Trägerschaft des Ärzte-Versorgungszentrums im Juli

Wermelskirchen: Entscheidung über Trägerschaft des Ärzte-Versorgungszentrums im Juli
Auf diesem Schild steht die momentane Regelung der Praxiszeiten. FOTO: Teifel Udo
Wermelskirchen. Welches Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) wird wann die chirurgische Kassenpraxis von Dr. El Maouaaouy am Schwanen übernehmen? Zurzeit sind zwei Ärzte des Krankenhauses als ambulante Vertretung an drei Vormittagen in der Woche am Schwanen tätig. Von Udo Teifel

Eigentlich hätte das Krankenhaus gern die Übertragung der kassenärztlichen Zulassung, um an Stelle des Chirurgen E Mouaaouy ambulant tätig zu werden.

Dafür war im Februar vorigen Jahres ein Medizinisches Versorgungszentrum als Tochtergesellschaft des Krankenhauses gegründet worden. Doch inzwischen interessiert sich ein regional tätiger medizinischer Dienstleister ebenfalls für diese Praxis - und legte Widerspruch gegen eine Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein ein, die eigentlich dem Krankenhaus diese Praxis bereits zugesprochen hatte. Seither ist diese Entscheidung ruhend.

„Wir wissen nicht, wohin die Reise für uns geht“, so Christian Madsen, Geschäftsführer des Krankenhauses. FOTO: Moll Jürgen

Worum geht's? Ende 2015 wollte der Chirurg seine Praxis abgeben. Das Krankenhaus sah in einer möglichen Übernahme im harten Wettbewerb eine Chance, im chirurgischen Bereich trotz des anhaltenden Wachstumskurses eine weitere Ergebnisverbesserung zu erzielen. Im Klartext: Eine Praxis könnte ein "ambulantes Zuweiserportal" sein. Gesellschafterversammlung und Aufsichtsrat stimmten dem Kauf des Kassensitzes zu; Bürgermeister Bleek sah darin "einen guten Schritt zur Stärkung unseres Krankenhauses".

Ein halbes Jahr später übernahmen zwei Ärzte in Abstimmung mit ihrem Arbeitgeber, dem Krankenhauses, die ambulante Versorgung in der Praxis am Schwanen; dienstags, mittwochs und freitags von 8 bis 13 Uhr ist die Praxis geöffnet. Den Zuschlag hatte das Krankenhaus dann für diese beiden Oberärzte bekommen - im Krankenhaus waren sie entsprechend weniger im Einsatz. Sie sind aber nach wie vor dort angestellt.

Dann kam der Widerspruch eines medizinischen Dienstleisters, der in 24 Städten 42 Standorte hat, die von Einzelpraxen bis Krankenhäusern reicht.

Mit diesem Einspruch ist die Arbeit des Krankenhauses blockiert - auch der Mietvertrag ist laut Krankenhaus-Geschäftsführer Christian Madsen nicht verlängert worden. "Wir wissen ja nicht, wohin die Reise geht." Auch die Personalplanung im Krankenhaus selbst gestaltet sich schwierig, zumal das Widerspruchsverfahren schon zwei Monate läuft.

Das bestätigte Dr. Heiko Schmitz, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. "Es gibt noch keine Entscheidung, wer den Sitz übernimmt beziehungsweise die Praxis weiterführt." Erst im Juli wird im Berufungsausschuss eine Entscheidung über den Widerspruch gegen die ursprüngliche Entscheidung des Zulassungsausschusses getroffen - und "damit auch über den künftigen Inhaber des Praxissitzes".

Quelle: RP
 
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