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Wermelskirchen
Enttäuschend - neun Mitglieder kommen zur SSV-Versammlung

Wermelskirchen. Noch schlechter als im Vorjahr war der Besuch bei der Jahreshauptversammlung des SSV-Dhünn. 2016 kamen zwölf Mitglieder, in diesem Jahr lediglich neun. Ein mageres Ergebnis, denn der Verein hat mehr als 400 Mitglieder und bietet mit Fußball, Tennis, Judo und Gymnastik ein gutes Programm an. Wenn sich der Vorsitzende Friedhelm Wendel, der Beisitzer Björn Merklinghaus und Kassiererin Angela Streubel nicht zur Wiederwahl gestellt hätten, wären die Vorstandswahlen sicher ins Wasser gefallen. So konnten alle aufatmen: Alle wurden in ihrem Amt bestätigt. Bei Geschäftsführer Willi Smolka zeigte sich schon etwas Unmut. Er hat dieses Amt seit 1984 (33 Jahre!) und ist damit erst der dritte Geschäftsführer des 1949 gegründeten Vereins. "Wenn sich jemand findet, bin ich weg", kündigte Smolka an. Doch es fand sich niemand, denn schließlich war ja auch fast niemand da. Er wurde wieder gewählt und sagte "zum letzten Mal ja". Von Walter Schubert

Zum Glück fanden sich mit Brigitte Markovic und Conny Jüntgen zwei Mitglieder, die als neue Kassenprüferinnen für zwei Jahre gewählt werden konnten.

Durch die Hallenbelegung mit Flüchtlingen hat die Judo-Abteilung gelitten. "Jetzt sind die Hallen wieder frei, aber die ältere Judo-Gruppe ist weg", berichtete Frank Burkert. "Die Judo-Kindergruppe wird gut besucht." Über 37 Mitglieder verfügt die Gymnastik-Abteilung. Conny Jüntgen berichtete, dass neben dem normalen Programm auch das Gesellige nicht zu kurz kommt. Die Abteilung ist beim Rosenmontag dabei oder beim CVJM-Lauf, macht Nordic-Walking - und natürlich darf die Kirmes in Dhünn auch nicht fehlen.

"Kinder und Nachwuchs sind dorf-flüchtig", sagte Ulli Wüster für den Bereich Tennis. Bei der Gründung gab es 120 Tennisspieler, heute sind es noch 39. Und die werden auch immer älter. "Der Altersschnitt liegt bei 58, und das geht natürlich nicht lange gut", sagte Wüster. "Wir freuen uns über die 80-Jährigen, die fit und mit Spaß Tennis spielen. Aber der Verein bekommt ohne Nachwuchs Probleme." Sinke die Mitgliederzahl in der Tennisabteilung unter 30, sei Schluss oder man fusioniere mit einem anderen Verein, kündigte er an.

Fußball wird natürlich auch gespielt. Die Juniorenabteilung steht aber vor einem neuen Problem: "Der Fußballverband Niederrhein hat neue Vorgaben für die Bälle gemacht. Größe und Gewicht haben sich geändert", sagte Felix vom Stein. Damit muss der Verein 110 Fußbälle anschaffen. Bei einem Ladenverkaufspreis von 35 Euro eine schmerzliche und nicht geplante Ausgabe für den Verein. Aber trotz aller Probleme kommt der Spaß an der Staelsmühle nicht zu kurz. Das wurde auf der Jahreshauptversammlung dann doch deutlich. Am 1. Juli findet wieder das beliebte "Jux-Turnier" statt. "Bier trinken, kicken oder umgekehrt. Auf jeden Fall Spaß haben", sagte Wendel schmunzelnd.

Quelle: RP
 
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