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Wermelskirchen
Entwässerungskontrolle auf der Brücke

Wermelskirchen. Ab Herbst wird auf der Autobahnbrücke zwischen Bollinghausen und Hünger bis Mitte 2017 gebaut. Eine Vollsperrung ist nicht mehr vorgesehen. Teilsperrungen sind möglich. Gestern checkten die Fachleute die Entwässerungsanlage. Von Udo Teifel

Dass die Fahrbahn über die Brücke der Autobahn 1 zwischen Bollinghausen und Hünger dringend sanierungsbedürftig ist, haben die Fachleute von Straßen.NRW längst dokumentiert. Doch was ist mit der Entwässerungsanlage? Versickert das Oberflächenwasser in das "sehr gut erhaltene Bauwerk" und beschädigt es? Oder findet das Nass seinen Weg zu den Absturzschächten, die das Wasser bis in die Kanalisation der Autobahn spülen? Das prüften gestern Gerd Funke von Straßen.NRW und die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Burscheid. Funkes Fazit: Der Anschluss ist nicht defekt.

Trotzdem kommt auf die Baufirmen viel Arbeit zu. Mit der Folge, dass es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen vor allem im Berufsverkehr kommen wird. Vom Tisch ist die Vollsperrung der Landstraße 157 zwischen Bollinghausen und Hünger über den gesamten Sanierungszeitraum. Projektingenieur Gerd Funke: "Der Verkehr wird durch eine Ampelanlage geregelt. Das ist unser Ziel." Wobei Teilsperrungen nicht ausgeschlossen sind. So, wenn die Flügelwände saniert werden. Dazu muss eine Baugrube hergerichtet werden. Die dafür benötigte Vollsperrung der Landstraße 157 würde zwei, vielleicht drei Wochen dauern.

Die Planungen für die Sanierung sind zu 80 Prozent abgeschlossen, die Ausschreibung wird vorbereitet. Funke geht von einem Baubeginn im Herbst 2016 (Ende August/September) aus. "Bis Mitte 2017 wird die Sanierung dauern." Das Brückenbauwerk selbst ist laut des Ingenieurs in "hervorragendem Zustand". Saniert werden muss die komplette Fahrbahn der Landstraße 157 mit Versorgungsleitungen sowie der Entwässerung. "Da liegen noch die alten Steinrohre. Die haben dem Verkehr nicht mehr standgehalten und sind defekt." Auf die Brücke kommt eine lastverteilende Platte. Inwieweit dann auch noch Fugen oder Risse im Hauptbogen der Brücke erneuert beziehungsweise repariert werden müssen, wird derzeit noch geprüft. Aber nicht nur die Fahrbahn wird saniert - es wird auch eine neue Absturzsicherung gebaut. Funke: "Wir haben derzeit eine Brüstung in Höhe von etwa einem Meter. 1,30 Meter sind mindestens vorgeschrieben." Es wird eine Stahlbetonbrüstung errichtet, die dann verkleidet wird.

Die Fahrbahnbreite der Landstraße 157 ändert sich nicht. "Es wird auch keine Höhenunterschiede geben", sagte Funke. Für den kombinierten Rad-/Gehweg wird auf beiden Seiten der Fahrbahn genügend Fläche, wie heute schon, vorhanden sein.

Quelle: RP
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