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Wermelskirchen
Erlös vom Pfarrfest geht an Flüchtlinge

Wermelskirchen. Reges Treiben herrschte rund um die St. Michaelskirche an der Kölner Straße.

Da sausten die Hämmer auf die Nagelköpfe, zischten Pfeile in Richtung Ziel, flogen geworfene oder getretene Bälle durch die Luft und stieg der Duft von frischen Waffeln oder deftig Gegrilltem in die Nase: Rund um die Kirche St. Michael an der Kölner Straße herrschte gestern ab Mittag beim Pfarrfest der Katholischen Kirchengemeinde St. Michael und Apollinaris ein reges, buntes Treiben unter blauem Himmel und bei strahlender Sonne.

Die beteiligten Aktiven spiegelten dabei ein lebendiges, konfessionsunabhängiges Gemeindeleben wider. Ob Kindergarten oder Grundschule, Caritas oder Diakonie, die Karnevalisten der KG St. Michael, die Katholische öffentliche Bücherei, der Kolpingverein oder Alpha - sie alle bauten Pavillons und Bierzelttische als Stände auf. Gerade um die Mittagszeit waren auf dem Pfarrfest auf dem Kirchplatz jede Menge Besucher unterwegs - zumeist Familien mit "Kind und Kegel", die ausgiebig das kulinarische Angebot nutzten und sich so das Mittagessen zuhause "sparten".

Besonders die Kleinen tobten sich beim Pfarrfest aus: Beim Bogenschießen probierten sich die Jungen und Mädchen in einer nicht alltäglichen Sportart aus, beim Torwand-Schießen oder auch das Dosenwerfen der Offenen Ganztagsschule der KGS St. Michael ging es um die Treffsicherheit. Ebenso beim Ballwerfen auf Holzfiguren, die mit Porträtfotos vom ehemaligen KGS-Vorstand beklebt waren.

Wer noch nicht wusste, was "Topfohren" sind, konnte sich bei Barbara Seidel am Caritas-Stand informieren. Seidel bot dort Näharbeiten von Flüchtlingsfrauen an, die in einem gemeinsamen Nähkursus mit "Willkommen in Wermelskirchen" entstanden sind. Von diesen "Topfohren", die als Ersatz für einen lästigen Topflappen über heiße Topfgriffe gestülpt werden können und in Schweden oder Norwegen beliebt sind, hatten auch Christel und Bernhard Feldmann bislang noch nichts gehört. "Die kann man sich im Winter ja dann auf die eigenen Ohren stecken", lachte Bernhard Feldmann. Der Erlös des Pfarrfestes geht in gleichen Teilen an den Missionskreis Hennef, zur Unterstützung eines Waisenhauses, und an ein hiesiges Flüchtlingsprojekt.

(sng)
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