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Wermelskirchen
Erneut rast ein Kradfahrer auf einen Polizisten zu

Wermelskirchen. Der Mann war zu schnell und sollte kontrolliert werden. Der Polizist rettete sich mit einem Sprung zur Seite.

Es ist bereits der zweite Vorfall dieser Art, bei dem ein Polizist durch einen Motorradfahrer in Gefahr gebracht wurde. Nur durch einen Sprung zur Seite konnte am Montag ein Beamter des Verkehrsdienstes der Polizei RheinBerg einen Zusammenstoß mit einem Motorradfahrer gerade noch verhindern.

Die Beamten überprüften gegen Mittag die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer in Osminghausen. Gegen 13.55 Uhr wurde eine Yamaha von Sonne in Richtung Eichholzer Weg mit einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 28 km/h gemessen, teilte die Polizei gestern mit. Der Fahrer sollte dementsprechend kontrolliert werden. Der Beamte gab sehr frühzeitig Anhaltezeichen. Dennoch hielt der Fahrer direkt auf den Polizisten zu. An den Fahrgeräuschen war erkennbar, dass der Zweiradfahrer dabei noch merklich beschleunigte, heißt es im Bericht der Polizei. Nur durch einen schnellen Sprung zur Seite konnte sich der Polizeibeamte retten. Das Kennzeichen des Motorrads ist der Polizei bekannt. Die Ermittlungen zu dem Fahrer laufen.

Während der Kradfahrer für die reine Geschwindigkeitsüberschreitung ein Bußgeld (ohne Fahrverbot) hätte einkalkulieren müssen, hat er sich jetzt eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingehandelt - dabei könnte sein Führerschein in Gefahr sein.

Erst vor knapp einer Woche gab es einen vergleichbaren Vorfall in Limmringhausen. Die Polizei wollte einen Fahrer anhalten, der zu schnell unterwegs war. Der Mann verringerte zunächst die Geschwindigkeit, gab dann aber plötzlich wieder Gas und fuhr auf den Polizisten zu. Dieser konnte sich ebenfalls nur durch einen Sprung zur Seite retten. Anschließend überholte der Fahrer weitere Autos. An einer Kontrollstelle des Kreises raste er mit 136 km/h (erlaubt ist Tempo 50) vorbei.

(ser)
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