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Wermelskirchen
Erste Ergebnisse der Analyse zum Brandschutz gibt's im September

Wermelskirchen. Die Kosten für die Feuerwehr werden mit denen von zwölf Städten verglichen. Die Stadt verhandelt über eine Fläche für die Feuerwehr in Dabringhausen.

Die Kommunalagentur wird in ihrer Analyse zum Brandschutz die Stadt Wermelskirchen mit zwölf weiteren Kommunen in NRW vergleichen, um herauszufinden, warum die Feuerwehr Wermelskirchen zu den teuersten in NRW gehört. Dazu hat sie die Bürgermeister von Städten angeschrieben, die ungefähr gleich groß sind und die gleiche Feuerwehr-Struktur wie Wermelskirchen haben. Das teilte Anne Kathrin Sinthern von der Kommunalagentur am Montagabend im Stadtrat mit.

Folgende Kommunen wurden angeschrieben: Mettmann, Ennepetal, Ahaus, Borken, Wesseling, Siegburg, Bünde, Leichlingen, Rösrath, Rheinbach, Hückeswagen, Euskirchen und Brühl. "Wir haben eine Checkliste mit verschiedenen Themenbereichen erstellt und die Städte gebeten, uns dazu ihre Daten zu übermitteln", berichtete Sinthern. Dabei geht es um Zahlen und Fakten zum Brandschutzbedarfsplan, zum Personal (haupt-/ehrenamtliche Feuerwehrleute), Technik (Fahrzeuge, Alter), Organisation und zu den Kosten (Personal, Material, Fahrzeuge, Gebäude). "Durch diese Daten erhalten wir einen Überblick und können die Städte miteinander vergleichen", sagte die Expertin der Kommunalagentur.

Bis die Ergebnisse vorliegen, wird es aber noch mehrere Monate dauern. "Erst wenn wir alle Daten haben, kann unsere eigentliche Arbeit beginnen", sagte Sinthern. Martin Fleschenberg (CDU) wollte wissen, wann der Politik Ergebnisse der Analyse mitgeteilt werden. "Unser Ziel ist, im September erste Ergebnisse mitzuteilen - eventuell gibt es eine Sondersitzung des Rates", sagte Bürgermeister Rainer Bleek.

Im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung wurde die Verwaltung von der Politik beauftragt, Kontakt zu einem Eigentümer aufzunehmen, dessen Grundstück als Standort für die Feuerwehr in Dabringhausen infrage kommt. Das teilte Bleek gestern auf Nachfrage unserer Redaktion mit. "Wir werden nun die Gespräche intensivieren. Es ist das einzige Grundstück, dass alle Anforderungen erfüllt", sagte er. Letztlich müsse die Politik darüber entscheiden, ob die Stadt die Fläche anmieten oder kaufen soll.

Auf diesem Grundstück müsste laut Bleek auf jeden Fall ein Domizil für die Freiwillige Feuerwehr geschaffen werden ("Die Gerätehäuser sind in einem katastrophalen Zustand"). Ob dort womöglich auch eine Wache gebaut wird, werde erst entschieden, wenn die Ergebnisse der Brandschutz-Analyse vorliegen. Bleek: "Die Grundstücksfrage können und möchten wir schon jetzt so schnell wie möglich klären."

(ser)
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