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Wermelskirchen
Erweiterung der Sekundarschule kostet mehr als 30 Millionen Euro

Wermelskirchen: Erweiterung der Sekundarschule kostet mehr als 30 Millionen Euro
FOTO: Moll Jürgen
Wermelskirchen. Es ist eine der größten Investitionen, die auf die Stadt Wermelskirchen zukommt. Die Verwaltung wird der Politik verschiedene Varianten zur Erweiterung der Sekundarschule vorstellen - die Kosten unterscheiden sich nur unwesentlich. Im November soll es öffentliche Sondersitzungen der Politik geben. Von Sebastian Radermacher

Bei all den Millionen-Investitionen, die Wermelskirchen vor der Brust hat - Brandschutz, Kunstrasen, Hallenbad-Neubau - wird eine Investition in naher Zukunft besonders herausragen: die Erweiterung der Sekundarschule. "Das wird der Knackpunkt. Die Erweiterung ist eine der größten Investitionen, die auf uns zukommen wird", sagt Rainer Bleek auf Anfrage unserer Redaktion. Der Bürgermeister nennt eine Investitionssumme zur Orientierung, die einen schlucken lässt: Die Kosten werden wohl bei mehr als 30 Millionen Euro liegen, schätzt er.

Die Stadtverwaltung habe in der Vergangenheit verschiedene Varianten durchgerechnet, sowohl unter Nutzung des kompletten Altbaus, als auch unter Nutzung nur eines Teils. Bleek: "Auch für die notwendigen Erweiterungsbauten gibt es mehrere Ideen. Wir werden diese mit Vor- und Nachteilen politisch beraten." Kostenmäßig gebe es bei den Varianten keine gravierenden Differenzen.

Zudem verfolge die Sekundarschule ein anderes Lernkonzept - "wir müssen schauen, auch kleinräumige Lernmöglichkeiten zu schaffen. Ein großer Klassenraum neben dem anderen reicht nicht aus", betont der Bürgermeister. Das Hauptschulgebäude auf Dauer zu nutzen, reicht von der Größe schlichtweg nicht aus. Die Sekundarschule benötigt deutlich mehr Platz. Wie Frank Kieseler, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, bereits mitgeteilt hatte, ist für die Sekundarschule ein Raumbedarf von 7000 Quadratmetern für insgesamt 30 Klassen ermittelt worden. 4000 Quadratmeter sind vorhanden, so dass 3000 Quadratmeter geschaffen werden müssen.

Wann werden die detaillierten Pläne für die Erweiterung der Sekundarschule öffentlich gemacht? Laut Bleek werde die Verwaltung die Varianten zeitnah zunächst den politischen Fraktionen vorstellen. "Die Beratungsfolge hat schon begonnen. Die Pläne werden in Sondersitzungen der Fachausschüsse und des Rates im November öffentlich beraten", teilt der Bürgermeister mit.

Bei der Planung dieses Bauprojekts wurde die Stadtverwaltung fachlich gut begleitet - neben dem Architekten seien natürlich auch Sekundarschulleiter Dietmar Paulig und auch Herbert Schiffmann als ehemaliger Schulrat und Schulleiter in die Planungen eingebunden. Bleek stellt aber klar: "Letztlich muss die Politik entscheiden: Was wollen wir?"

Ein Hindernis bei der Umsetzung dieser Millionen-Investition könnte - wie bei vielen anderen Projekten auch - die Kommunalaufsicht sein. "Wir müssen mit der Kommunalaufsicht diskutieren, wie wir diese Investition gestemmt bekommen", sagt Bleek.

Die Stadt möchte zügig eine Entscheidung haben, wie die Erweiterung aussehen wird. Die Schule ist seit drei Jahren angelaufen, drei Jahrgänge werden bereits unterrichtet. Deshalb müsse man natürlich im Auge haben, wie sich die Umbaumaßnahmen auf den bestehenden Lehrbetrieb auswirken. Laut Bleek möchte die Verwaltung den Eltern, deren Kinder auf die Sekundarschule gehen sollen, zeitnah vermitteln, wie die Baumaßnahmen und die Zukunft der Schule aussehen wird. Bislang reicht der Platz für die Schüler aus. "Wir müssen aber womöglich übergangsweise auf Räume in Modulbauweise zurückgreifen. Das hängt aber auch davon ab, welche Variante die Politik beschließt", verdeutlicht der Bürgermeister. Wenn sich die Politiker für einen Neubau entscheiden, hätte man ja für den Übergang noch den Altbau zur Verfügung. Bleek: "Wir müssen abwarten, wie die politische Entscheidung aussehen wird."

Quelle: RP
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