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Wermelskirchen
Ex-Abiturienten berichten über ihren Werdegang

Wermelskirchen. Der aktuelle Abitur-Jahrgang des Gymnasiums ist dieser Tage kaum zu übersehen: Getreu dem Motto ihrer Schlussfeier, "Hakuna MatAbi", zeigen sie sich ganz im "König der Löwen"-Stil als Tiger, Löwen, Pferd oder gar Banane kostümiert. Von Stephan Singer

Das wollen knapp 50 Schüler der zehnten Jahrgangsstufe ebenfalls erreichen. Und noch mehr: Sie besuchten gestern Vormittag eine eineinhalbstündige Informationsveranstaltung des "Vereins der Ehemaligen des Städtischen Gymnasiums Wermelskirchen", bei der alljährlich ehemalige Schüler von ihrem Werdegang nach dem Abitur berichten.

"Der Besuch hier hat uns etwas gebracht", zeigten sich die 16-jährige Katharina Boitz und die 17-jährige Emely Franks von der Veranstaltung angetan: "Es ist angenehm, von den Erfahrungen dieser Leute zu hören, das nimmt einem die Angst!" Boitz, die nach dem Abitur gerne ein Psychologiestudium beginnen möchte, besuchte bereits die umliegenden Universitäten in Wuppertal, Köln und Düsseldorf. "Das hat mir allerdings eher Angst gemacht, wirkte fast schon abschreckend. Dort wurde das Abitur als vermeintlich sehr einfach etwas abgetan", erinnerte sie sich an die Info-Tage an der Hochschule.

Unter dem Strich wurde anhand der Beispiele der Redner auf dem Podium, was der Lehrer und Koordinator für Studien- und Berufswahl-Orientierung, Marc Mattiesson, als "Baustein" im Programm des Gymnasiums sieht, schnell deutlich: Viele Wege führen nach Rom. Ermunternde Worte fand Zahnarzt Dr. Gunter Glaser, der 1987 sein Abitur machte: "Wer etwas will, schafft das auch irgendwie." Mit Blick auf seine Mitredner fügte er an: "Es geht alles, hier sitzen nicht alles Überflieger!" Einig zeigten sich die sieben Redner auch darin, dass es nicht der schlechteste Weg sein müsse, vor dem Studium eine Berufsausbildung zu absolvieren, was sowohl Dirk Hellhammer (Bankkaufmann), Tina Jörgens (Hotel-Geschäftsführerin) und Sabine Maus-Siebenhaar (Rechtsanwältin) taten. Thorsten Schmalt (Stellvertretender Schulleiter) unterstrich die Bedeutung von persönlichen Erfahrungen durch beispielsweise Praktika: "Findet heraus, ob Euch etwas wirklich liegt." Und Sylvia Regina Leister, die International Business studierte, empfahl gerade für eine spätere Laufbahn in der freien Wirtschaft ein Auslandssemester. Der Jüngste im Bunde der Referenten, Moritz Eickhoff (Abitur-Jahrgang 2007), promoviert zur Zeit an der Hochschule in Aachen und ist dort wissenschaftlicher Mitarbeiter. Er schloss sich dem Credo an, durch Praktika seine persönlichen Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln. Obendrein verwies er auf die Neigungen, die sich doch schon in der Schulzeit abzeichnen würden: "Wer in Mathematik und Physik gerade so durchkommt, sollte nicht eine Ingenieurstudium beginnen."

Quelle: RP
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