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Wermelskirchen
Experte prüft Beschaffenheit der Aschenplätze

Wermelskirchen. Unabhängig von dem Beschluss für den Bau von zwei Kunstrasenplätzen (Höferhof, Eifgen) befasst sich die Stadtverwaltung mit Alternativen, wie die bei den meisten Fußballspielern unbeliebten Aschenplätze ersetzt werden können. Eine Möglichkeit wäre die Umwandlung in einen Rasenplatz ("Grüne Asche").

Vereinfacht gesagt bleibt dabei die Asche liegen. Sie wird gelockert und mit reichlich Sand sowie weiteren Materialien vermischt. Dann wird gedüngt und der Rasen gesät. Diese Variante ist mit Kosten von geschätzt 120.000 Euro deutlich günstiger als der Bau eines Kunstrasenplatzes (teilweise mehr als 600.000 Euro). Ein Gutachterbüro aus Süddeutschland hat im Auftrag der Stadtverwaltung die Aschenplätze in Wermelskirchen überprüft, wie Tiefbauamtsleiter Harald Drescher am Mittwochabend im Sportausschuss mitteilte.

Es ging dabei um zwei Fragen: Wie hoch wird der Sanierungsbedarf der Aschenplätze in den nächsten Jahren sein? Und welche Plätze wären dafür geeignet, sie in einen Rasenplatz umzuwandeln? Der Experte entnahm dafür verschiedene Proben der Plätze. Ergebnis dieser Prüfung: Laut Drescher wäre der Platz in Pohlhausen vom Material her sehr gut für ein "Grüne-Asche-Spielfeld" geeignet. Der Tennenplatz im Eifgen sei "nicht so gut", das Spielfeld in Dhünn für diese Umwandlung hingegen nicht geeignet. Von der Lage her - nicht überall macht ein Rasenplatz Sinn - sei der Platz in Pohlhausen ein guter Standort für einen Naturrasenplatz, sagte Drescher. Die Lage im Eifgen ist bekanntlich für einen Rasenplatz nicht gut (Hanglage, wenig Sonne), in Dhünn sei die Lage "eher schlecht". Die Pflege eines solchen umgewandelten Platzes sollte man nicht unterschätzen. Vor allem die Bewässerung des Rasenplatzes sei sehr aufwendig und mitunter auch kostenintensiv, sagte Drescher. Vor allem Tura Pohlhausen und der SSV Dhünn hoffen, durch diese Methode irgendwann ihre Aschenplätze loszuwerden. "Fakt ist: Tura und der SSV werden auf absehbare Zeit keine Kunstrasenplätze bekommen", betonte Dirk Hohlmann (SPD), Geschäftsführer von Tura Pohlhausen.

Es sei daher verständlich, dass man sich mit Alternativen beschäftige. Hohlmann: "Das Thema sollte der Ausschuss weiter verfolgen. Es wäre gut, wenn man sich mal mit den Vereinen an einen Tisch setzen würde."

(ser)
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