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Wermelskirchen
Fahrradbus geht ab Samstag auf Linienfahrt durchs Bergische

Wermelskirchen: Fahrradbus geht ab Samstag auf Linienfahrt durchs Bergische
Stellten gestern den Fahrradbus vor (hinten v. l.): Hermann-Josef Tebroke, Jochen Hagt, Rainer Bleek und Udo Wasserfuhr sowie (vorne v. l.) Karl Heinz Schütz (OVAG) Frank Nettesheim (Wupper-Sieg). FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. In fünf Tagen fährt er wieder: Ab kommenden Samstag, 1. Juli, und bis zum 1. November fährt der Bergische Fahrradbus samstags, sonntags und an Feiertagen in beiden Richtungen zwischen Leverkusen-Opladen und Marienheide. Dabei passiert er Stationen in Wipperfürth, Hückeswagen, Wermelskirchen, Hilgen und Burscheid. Getragen wird das neue touristische Angebot vom Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis; die Oberbergische Verkehrsgesellschaft (OVAG), der Regionalverkehr Köln (RVK) und die Wupper-Sieg (Wupsi) sind die ausführenden Kooperationspartner. Gestern stellten die Verkehrsbetriebe die Fahrradbusse auf zwei Touren vom RVK-Gelände in Braunsberg nach Hilgen sowie Bergisch Born offiziell vor.

Es war denkbar knapp, den Zeitplan auf "die Kette zu kriegen, wie es RVK-Prokurist Udo Wasserfuhr mit Anspielung auf den Fahrradantrieb formulierte: "Vor eineinhalb Wochen wurden die Anhänger für den Fahrradtransport geliefert. Da stellten wir fest, dass die Hänger 70 Zentimeter länger als zulässig waren." An einen typischen Linienbus dürfen laut Straßenverkehrsordnung lediglich Anhänger mit maximal 2,50 Meter Breite und 18,75 Meter angehängt werden. Das Problem konnten die Hersteller allerdings schnell lösen: Die Ladeflächen, auf denen die Fahrräder quer zur Fahrtrichtung in stabilen Rahmen fixiert werden, wurden auf neue Deichseln montiert. Nun sind die sechs baugleichen Anhänger - zwei nutzt die OVAG, je einen Wupsi und RVK, zwei weitere dienen als Reserve - 2,30 Meter breit und 18,35 Meter lang. Damit entsprechen sie den Vorgaben.

Wermelskirchens Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), Frank Schopphoff, bezeichnete den Bergischen Fahrradbus als weitsichtige, kommunale Kooperation: "Das ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einem guten touristischen Angebot für Radfahrer." Dieses Lob verband er jedoch gleich mit einer Forderung: "Der ADFC erwartet, dass die große Haltestelle in Altenberg auch für den Fahrradbus genutzt wird." Es sei zu erwarten, dass zahlreiche Menschen das Angebot nutzen würden.

Ähnlich betrachtet Bürgermeister Rainer Bleek den Fahrradbus: "Die Nachfrage wird größer sein als das, was wir transportieren können." Die Landräte Hermann-Josef Tebroke (Rhein-Berg) und Jochen Hagt (Oberberg) sprachen von einer "bedarfsgerechten Erweiterung" des öffentlichen Nahverkehrs und gelungener Zusammenarbeit der Kreise, die zum Erfolg führen werde. Beide Kreise hatten sich gemeinsam erfolgreich als "Leader"-Region beworben. Dieser Fördertopf finanziert die Fahrradbus-Kosten zu 50 Prozent.

(sng)
 
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