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Wermelskirchen
Felthaus neuer Organist in Neuenhaus

Wermelskirchen. "Wir haben ein Schnäppchen gemacht", kommentierte Pfarrer Traugott Schuller die Verpflichtung des bekannten Musikers Reinhold Felthaus. Von Bernd Geisler

Der neue Organist der Evangelischen Kirchengemeinde Hilgen-Neuenhaus heißt Reinhold Felthaus. Am gestrigen Sonntagvormittag drückte er nach seiner Einführung zum ersten Mal offiziell die Tasten der Gemeindeorgel. Reinhold Felthaus (geboren 1960 im Emsland) ist in der hiesigen Musikwelt kein Unbekannter. Er spielt hervorragend Trompete, leitet souverän mehrere Orchester und unterrichtet in der Wermelskirchener Musikschule.

Dass er aber auch ein Meister auf den Orgeltasten ist, war bisher nicht jedem bekannt. Nach seinem Abitur studierte er Klavier, Orgel und Trompete an der Hochschule in Köln und schloss mit dem Diplom als Trompeter erfolgreich ab. Als Student ließ ihn allerdings die Orgel nicht los. In seiner Heimatgemeinde diente er vor über 30 Jahren bereits als Organist. "Ich habe das Orgelspielen nicht verlernt", sagte er nach seinem bravourösen letzten Stück am Ende des Gottesdienstes. Es war eines der bekanntesten Werke von Johann Sebastian Bach, die "Toccata und Fuge d-Moll". Es verlangt dem Spieler einiges ab. Natürlich habe er heftig üben müssen, bekannte Felthaus: "In den Sommerferien jeder Tag zwischen drei und fünf Stunden."

Er sei über sein neues Amt froh und glücklich und freue sich sehr darauf, mit Engagement und Elan in der Gemeinde wirken zu können. Und weil er das so gut kann, hat ihn die Gemeinde gebeten, doch auch gleich die Leitung des Jugendposaunenchores von Peter Rinne zu übernehmen.

Insgesamt wird Reinhold Felthaus die Zeit nicht lang werden: Neben seiner Gemeindetätigkeit dirigiert er nach wie das Blasorchester Dabringhausen und das Sinfonieorchester Wermelskirchen und unterrichtet in der Musikschule. Peter Rinne, Leiter des Posaunenchors und des Kirchenchors, blickt einer engen Zusammenarbeit mit Felthaus mit Freuden entgegen: "Er wird aufgrund seiner Trompetentätigkeit viele schöne Bläser nach oben holen", sagte er.

Damit spielte er darauf an, dass Felthaus in den letzten Jahren im Keller des Gemeindehauses probte. "Eigentlich war es klar, dass die erste Wahl als Organist auf Dich fiel", sagte die Vorsitzende des Presbyteriums, Dorothea Hoffrogge, bei einem kleinen Sektempfang nach der Predigt zu Ehren des neuen Organisten. "Du hattest bereits seit zehn Jahren den Eingangsschlüssel - jetzt bekommst Du den Generalschlüssel." Er sei als langjähriges Gemeindemitglied nach dem Weggang des vorherigen Organisten Klaus Schwiegon "ein Geschenk des Himmels". Pfarrer Traugott Schuller sagte: "Wir haben mit Reinhold Felthaus ein Schnäppchen gemacht." Damit es dem neuen Organisten auch im Winter nicht zu kalt wird, schenkte ihm Erika Borchert ein Paar selbst gestrickte Socken.

Quelle: RP
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