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Wermelskirchen
Feuer zerstört Wohnhaus bei Dhünn

Wermelskirchen: Feuer zerstört Wohnhaus bei Dhünn
Meterhoch schlugen die Flammen aus dem Dachstuhl - die Feuerwehr löschte von drei Seiten. Weitere Fotos und ein Video von dem Einsatz gibt es unter rp-online.de/ wermelskirchen. FOTO: Sebastian Radermacher
Wermelskirchen. Zweiter Großeinsatz für die Feuerwehr innerhalb von nur zwei Tagen: Gestern Morgen brannte ein Wohnhaus in der Hofschaft Am Walde bei Dhünn komplett ab. Verletzt wurde niemand. Erst am frühen Abend war der Einsatz beendet. Von Sebastian Radermacher

Ein Feuer in einem Wohnhaus in der Hofschaft Am Walde bei Dhünn hat gestern für den zweiten Großeinsatz der Feuerwehr innerhalb von nur zwei Tagen gesorgt. Verletzt wurde niemand, die Bewohner des Hauses - eine Frau und ihr erwachsener Sohn - waren nicht zu Hause, als das Feuer gegen 10 Uhr ausbrach. Eine Nachbarin alarmierte die Leitstelle. Als die ersten Einsatzkräfte wenige Minuten später vor Ort eintrafen, brannte das Haus bereits lichterloh. Teilweise schlugen die Flammen meterhoch aus dem Dachstuhl, immer wieder bildete sich eine riesige Rauchwolke am Himmel.

Die Polizei sperrte die Kreisstraße 14 zwischen Pilghauser Straße und Freibad ab, so dass die Rettungskräfte nicht durch vorbeifahrende Autos behindert wurden. Von der Kreisstraße aus legte die Feuerwehr Wasserschläuche etwa 100 Meter hinauf zum Wohnhaus, das nur über eine schmale Straße durch den Wald zu erreichen ist. "Nicht alle Fahrzeuge kommen ans Gebäude heran", sagte Feuerwehrchef Holger Stubenrauch.

Im Einsatz waren die hauptamtlichen Kräfte sowie die Löschzüge eins (Stadtmitte, Hilfringhausen), drei (Eipringhausen, Dhünn, Halzenberg) und vier (Dabringhausen, Kreckersweg). Die Feuerwehrleute versuchten, den Brand von mehreren Seiten zu löschen. "Wir können nur noch von außen draufhalten", sagte Stubenrauch. Von einer Drehleiter aus wurde vor allem der Dachstuhl mit Wasser getränkt, außerdem konnte von dort aus verhindert werden, dass die Flammen auf einen riesigen Baum übergriffen, der direkt neben dem Haus steht. Auch das angrenzende Nachbarhaus blieb dank des Einsatzes der Feuerwehr verschont. Nach etwa einer Stunde war der Brand zwar unter Kontrolle, es dauerte aber noch mehr als fünf Stunden, bis auch die letzten Feuerstellen gelöscht waren.

Für die Einsatzkräfte war es unmöglich, von außen alle Feuerstellen im Inneren des Gebäudes zu löschen. Deshalb musste der linke Teil des Gebäudes, der aus Holz besteht, mit einem Kettenbagger eingerissen werden. "Dieser Teil war bereits sehr instabil und drohte einzustürzen", berichtete der Feuerwehrchef. Die BEW hatte zwischenzeitlich sicherheitshalber alle Häuser der Hofschaft vom Stromnetz genommen. Erst am frühen Abend konnten die letzten Einsatzkräfte abrücken. Holger Stubenrauch sprach den Nachbarn und der Landbäckerei Bauer ein großes Dankeschön aus. Diese hatten die Feuerwehr den ganzen Tag über mit Brötchen, Snacks und Getränken versorgt.

Die Brandursache war gestern Abend völlig unklar, ebenso die Frage, in welchem Bereich des Hauses das Feuer ausgebrochen war. Die Stadt vermittelte der Bewohnerin kurzfristig eine Unterkunft im "Haus Erika", der Sohn kam bei seiner Freundin unter.

Quelle: RP
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