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Wermelskirchen
Fokus der Vereine auf "Grüner Asche"

Wermelskirchen. Können auch in Wermelskirchen Asche- in Rasenplätze umgewandelt werden?

Vertreter der vier großen Wermelskirchener Fußballvereine - SV 09/35, DTV, Tura Pohlhausen, SSV Dhünn - stehen im engen Austausch, um ihre Angebote in Zukunft attraktiver gestalten zu können. Dazu treffen sich die Vereinsvertreter in regelmäßigen Abständen - aktuell richten sie ihr Hauptaugenmerk auf die sogenannte Grüne Asche.

Diese kostengünstigere Alternative zu Kunstrasenplätzen, die der SV 09/35 angestoßen hatte, müsse nun ernsthaft geprüft und in Erwägung gezogen werden, teilen Vertreter der vier Vereine in einer gemeinsamen Erklärung mit. "Grüne Asche" heißt das Vorhaben, bei dem ein Ascheplatz in einen Naturrasenplatz umgewandelt werden kann. Entwickelt hat dieses Konzept Agrar-Ingenieur Dr. Clemens Mehnert. Er ist ein absoluter Rasenfachmann, seit mehr als 40 Jahren im Geschäft. Mehnert ist für mehrere Fußball-Bundesligisten Ansprechpartner bei Rasenfragen. In Süddeutschland bezeichnen ihn viele nur als "Rasenpapst".

Die vier Vereine hatten bereits in der jüngsten Sportausschusssitzung mit konkreten Informationen gerechnet, zumal Tiefbauamtsleiter Harald Drescher sich nach einem Besuch der Anlage in Bechen positiv zu dem Thema geäußert hatte. "Und der ,Rasenpapst' hat bereits die heimischen Plätze begutachtet", teilen die Vereine mit. Die vier Vereine fordern nun von der Stadtverwaltung Informationen rund ums Thema "Grüne Asche". Sie beantragen, dass die Verwaltung in der nächsten Sportausschusssitzung am Mittwoch, 16. November, Stellung bezieht, ob und wie die Plätze für die "Grüne Asche" geeignet sind und mit welchen möglichen Kosten das verbunden ist. Auch die Folgekosten für Unterhalt und Pflege sollen aufgelistet werden.

"Aufgrund der notwendigen intensiven Pflege ist insbesondere auf die Bewässerungssysteme und deren Kosten einzugehen", betonen die Vereinsvertreter. Zu berücksichtigen bzw. aufzuzeigen sei zudem die Übernahme von Kosten durch die Vereine in Form von Eigenleistungen, aber auch der laufenden Kosten. Zudem soll es Informationen über die Nutzbarkeit der Plätze und die Lebensdauer geben. Und die Stadt soll einen möglichen zeitlichen Rahmen von Baubeginn bis Bespielbarkeit aufstellen.

(ser)
 
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