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Wermelskirchen
Frauenfrühstück stärkt für Alltag

Wermelskirchen: Frauenfrühstück stärkt für Alltag
Mehr als 200 Frauen verschiedener Konfessionen trafen sich am Samstag zum Frühstück. FOTO: moll
Wermelskirchen. In 32 Jahren haben sie kein Treffen ausgelassen: Die Veranstalterinnen des Frauenfrühstücks bleiben ihren Besucherinnen treu. Zwei Mal im Jahr laden sie zur Stärkung für Leib und Seele ins Bürgerzentrum ein. Und nicht umsonst ist das Treffen der Frauen so beliebt. "Es stärkt für den Alltag", sagt Mitorganisatorin Bärbel Olmesdahl. Und genau diesen Wunsch hatten die Frauen aus vielen verschiedenen christlichen Gemeinden der Stadt auch am Samstag. Mehr als 200 Besucherinnen kamen zum Frauenfrühstück. So viele Anmeldungen für die Kinderbetreuung wie schon lange nicht mehr signalisierten: Auch junge Frauen haben Interesse an dem Frühstück und einem geistlichen Impuls. Von Theresa Demski

Auf den Tisch kamen nicht nur Köstlichkeiten und eine freundliche Deko, sondern auch schwierige Themen wie Lebenskrisen, Depressionen und Burnout. Regina Guterding aus Wiedenest war zu Gast. Sie engagiert sich für das Projekt "Herzwerk", bei dem Jugendliche nach der Schule zehn Monate Zeit für Orientierung und ihren eigenen Glauben finden. Im Gepäck hatte sie aber vor allem ihre persönliche Geschichte. Die dreifache Mutter erzählte von Herzrasen, Unruhe und der Diagnose "Erschöpfungs-Depression". "Mein Leben geriet aus der Spur", sagte sie. Ob eine plötzliche Krankheit, scheiternde Beziehungen, finanzielle Sorgen, berufliche Probleme, Versagensängste oder ein Trauerfall: "Krisen und Kontrollverlust sind Teil unseres Lebens", sagte sie. Also sei es Zeit, nicht das Thema zu wechseln, sondern nach einem Umgang zu suchen. Dafür hatte Regina Guterding nicht nur eigene Erfahrungen, sondern auch geistliche Rüstung dabei. Sie machte sich mit den Zuhörerinnen auf die Spuren Moses, der das Volk Israel aus Ägypten ins gelobte Land führt.

"In der Bibel erleben die Menschen ständig Krisen", sagte die Referentin, "also können wir durch Gottes Wort auch lernen, mit ihnen umzugehen." Am Ende brachte Regina Guterding es auf drei Thesen: Klage dein Leid Gott. Lass dich von anderen Menschen ermutigen. Und lass Gott für dich kämpfen. Dann könnten "Krisen zu Wachstumsknoten" werden, sagte sie. "Gott hat viel vor mit deinen Scherben." Den Besucherinnen gefiel der Impuls der Referentin. Mit lautem Applaus und einem leisen Nachwirken klang der Vormittag aus.

Quelle: RP
 
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