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Wermelskirchen
Freibad - Förderantrag bei Leader

Wermelskirchen. Das ist eine spannende Zeit für den Vorsitzenden des Betreibervereins Schwimmverein Freibad Dabringhausen, Dominik Roenneke. Von Joachim Rüttgen

In Kooperation mit der Forstbetriebsgemeinschaft hat der Verein ein Konzept zu einer regenerativen Energiewertschöpfungskette entwickelt und beim Verein "Leader - Bergisches Wasserland" als Förderprojekt eingereicht. Ziel: Bisher nicht genutztes Restholz soll beim Holzeinschlag aus den örtlichen Wäldern künftig einen Beitrag zur Wärmeerzeugung leisten. Zur Aufbereitung wird das Holz gehäckselt und trocken gelagert. Anschließend wandern die Holzhackschnitzel in einen Brennstoffmaterialbunker im Freibad.

Um die Becken energieeffizient zu beheizen, hatte der Betreiberverein im September eine Biomasseheizanlage gekauft. "Das neue Heizverfahren wird ab 2018 zu einer deutlichen Kostenentlastung führen. Für die Region ist dieser Ansatz einer Wertschöpfungskette vom Wald bis zum Verbraucher neu und stellt ein attraktives Pilotprojekt dar", berichtet Roenneke. Er lobt die gute Beratung bei "Leader". So habe man einen bestmöglichen Förderantrag eingereicht. "Wir wollen mit unserer Idee etwas völlig Neues ausprobieren", sagt er. Die Leader-Jury wird am 7. Dezember über die Förderung entscheiden. Bei dieser Sitzung wird Roenneke das Projekt persönlich vorstellen. Es hat einen Umfang von 45.000 Euro mit einem Förderanteil von 65 Prozent. Die Zeit drängt: Damit die Heiztechnik ab der kommenden Saison im Freibad rechtzeitig in Betrieb gehen kann, hat der Verein bereits mit vorbereitenden Arbeiten begonnen. "In der Phase des Projektantrags müssen noch nicht alle Angebote vorliegen, wenn wir die Zusage bekommen, prüft die Bezirksregierung das Projekt und bekommt von uns dann einen Haufen Unterlagen", sagt der Vorsitzende. Mit dem parallel gestarteten Sponsoring für die Betonsteine des Materialbunkers konnten bereits mehr als die Hälfte der Steine finanziert werden. Auch für die Anlieferung der Betonsteine mit einem Gesamtgewicht von 100 Tonnen hat der Verein ein örtliches Spezialtransportunternehmen gefunden.

Den Antrag bezeichnet Roenneke als Meilenstein: Ziel sei die Entwicklung der neuen Wertschöpfungskette, die damit verbundene Energiewende im Freibad sowie die Dokumentation und Publikation als Leuchtturmprojekt in der Region.

Quelle: RP
 
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