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Wermelskirchen
Freiwilliges Soziales Jahr beim Kreis wird fortgeführt

Wermelskirchen. Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Bereich Kultur beim Rheinisch-Bergischen Kreis zu machen, sei die beste Entscheidung gewesen, die sie treffen konnte - das sagt Nina Görlich, die bis zum 31. Juli das Kulturbüro im Kreishaus im Rahmen ihres Freiwilligendienstes unterstützte. Sie war die Erste, die die im vergangenen Jahr beim Kreis ins Leben gerufene Möglichkeit des "FSJ-Kultur" nutzte.

Dieses Lob zeigt, dass das FSJ beim Kreis mehr ist als eine Zeit der Überbrückung zwischen Schule und Ausbildung oder Studium. "Ich hatte vielfältige Projekte und verschiedene Möglichkeiten, mich einzubringen", sagt Nina Görlich. Ihre ursprünglichen Berufspläne hat die 19-Jährige verworfen. "Das Kultur-Virus hat mich infiziert", sagt sie, "deswegen werde ich ab Oktober Museologie studieren". Die nächste Freiwillige steht schon bereit: Seit dem 1. August unterstützt Alina Menrath das Team des Kulturbüros. "Es ist eine Bereicherung, mit verschiedenen Generationen im Team zu arbeiten. Die jungen Menschen hinterfragen andere Aspekte und können viele Themen vor allem mit Blick auf jüngere Zielgruppen gut vermitteln. Daher ist das FSJ-Kultur für uns ein großer Gewinn", sagt Susanne Bonenkamp, Kulturreferentin des Kreises.

Eine Selbstverständlichkeit ist es aber nicht, dass das FSJ beim Kreis angeboten werden kann. "Mittlerweile haben viele Institutionen diese Form des Freiwilligendienstes für sich entdeckt, die Fördergelder sind aber limitiert", betont Sandra Brauer, die als Koordinatorin der "Kultur-Scouts" die FSJler eng in ihre Arbeit einbindet. "Wir freuen uns daher umso mehr, dass wir das Angebot aufrechterhalten können." Auch Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke ist darüber sehr froh. "Das FSJ-Kultur zeigt den jungen Menschen, dass es neben den klassischen Verwaltungsaufgaben bei uns auch eine Vielzahl ganz anderer Aufgaben und Themen gibt", sagt er. Das wird auch Alina Menrath merken, die schon bald in das Projektmanagement eingebunden wird.

Neben der praktischen Arbeit und einem eigenverantwortlichen Projekt erhält die 18-Jährige auch theoretischen Input in Seminaren, die viermal jährlich organisiert werden. Dort steht auch der Austausch mit anderen Freiwilligen im Fokus. "Ich freue mich auf ein abwechslungsreiches Jahr mit vielen neuen Eindrücken und Aufgaben", sagt die FSJlerin aus Leverkusen.

Kontakt Nähere Informationen zum FSJ-Kultur gibt es beim Kulturbüro des Rheinisch-Bergischen Kreises unter Tel. 02202 13-2657 oder per E-Mail an kultur@rbk-online.de.

(ser)
 
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