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Wermelskirchen
Fronleichnamsprozession mit Segen in Grunewald

Wermelskirchen. Über das gute Wetter und zahlreiche Besucher freute sich die Kirchengemeinde St. Michael und Apollinaris.

Etwa 200 Besucher nahmen bei strahlendem Frühsommerwetter an der Fronleichnamsprozession der katholischen Gemeinde St. Michael und Apollinaris teil, die in diesem Jahr in Grunewald stattfand. Startpunkt war dabei die Grunewalder Kirche St. Apollinaris: Im Anschluss an einen Gottesdienst zog der Prozessionstross aus in das benachbarte Großfrenkhausen.

Mal fröhlich singend, mal betend und mal andächtig bewegten sich die Gläubigen durch die sonnengetränkte Hügellandschaft nahe Dabringhausen. Dabei trugen sie die für das katholische Fest typische, goldene Monstranz, die deutlich sichtbar eine Hostie als Verkörperung des "Leibes Christi" enthält, durch die Straßen.

Für die musikalische Untermahlung sorgte währenddessen das Blasorchester Dabringhausen. Nach insgesamt etwa einer Stunde kehrte der Zug der Gläubigen schließlich zur Kirche zurück. Nach dem Ende der Prozession blieben viele Teilnehmer auch noch zum anschließenden Frühschoppen auf dem Platz vor der Apollinariskirche: Unter freiem Himmel gab es dabei Speisen und Getränke für alle Besucher.

Über "schönstes Prozessionswetter" konnte sich Pfarrer Michael Knab, der mit dem Aufkommen an Besuchern hochzufrieden war, am Donnerstag freuen. Dass die Prozession in Grunewald durchgeführt wurde, liegt darin begründet, dass sich die ehemaligen katholischen Gemeinden St. Michael und Apollinaris zu einer einzigen Gemeinde vereint haben: "Nun wechselt der Austragungsort immer im Jahresrhythmus zwischen Wermelskirchen und Dabringhausen", erläuterte Peter Spieß vom für die Organisation des Festes verantwortlichen Ortsausschuss. Den Weg ins Grüne fand eine recht große Zahl von Besuchern, und auch dank des guten Wetters war die Stimmung vor Ort vortrefflich.

Wie Pfarrer Knab erläuterte, entstand das Fronleichnamsfest während des Mittelalters im Rheinland. In dessen Mittelpunkt steht die Eucharistie (Kommunion). Das Wort "Fronleichnam" selbst deute jedenfalls auf diesen Ursprung hin: "Der Begriff kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet 'heiliger Leib'", sagte Knab. Gemeint ist damit der Körper Christi, der durch die bei der Kommunion als Opfergabe gereichte Hostie repräsentiert wird. Unter den Teilnehmern am Donnerstag befanden sich auch viele Kommunionskinder, die erst vor Kurzem zum ersten Mal an der feierlichen Eucharistiefeier teilgenommen hatten.

(fre)
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