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Wermelskirchen
Fünf Standortvorschläge für Freizeitpark

Wermelskirchen: Fünf Standortvorschläge für Freizeitpark
Zurzeit haben die Rollrausch-Jugendlichen nur die Möglichkeit, auf einer kleinen Rampe am AJZ Bahndamm zu skaten. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Wermelskirchen. Ein Jugendpark hinter Lidl an der B 51 kann nicht über das Leader-Projekt finanziell gefördert werden. Stadt hat vier alternative Flächen überprüft. Fachausschuss soll am Montag eine Entscheidung treffen. Von Sebastian Radermacher

Die Standortfrage für einen Jugend- und Freizeitpark mit integrierter Skateanlage ist weiterhin offen. Die Stadtverwaltung hat fünf Flächen nach verschiedenen Kriterien untersucht, die potenziell infrage kommen. Im Ausschuss für Sport, Freizeit und Tourismus soll am Montag eine Entscheidung fallen. Bei der durch den Verein Rollrausch und dessen Vorsitzenden Marco Lerch vorgeschlagenen Fläche hinter dem Lidl an der B 51 (Zenshäuschen) gibt es laut Stadt nur geringes Konfliktpotenzial. Zudem sei die Lage mit direkter Anbindung an die Balkantrasse ideal. Ein Problem: Da der Innenstadtbereich aus der Leader-Region herausgenommen wurde, gäbe es bei dieser Fläche keine Fördermittel. Die Verwaltung hat daher weitere mögliche Standorte untersucht.

Alternative 1 Fläche "Säulenstiel", oberhalb der Kleingartenanlage am Drosselweg: Der Standort ist zentral und nah an den Radwegen in der Innenstadt. Allerdings ist die topografische Lage nicht optimal, es wären "nicht unerhebliche Erdbewegungen" notwendig, da die Fläche größtenteils aus sehr altem Baumbestand besteht. Auch diese Fläche wäre kein Bestandteil des Leader-Programms.

Alternative 2 Ostringhausen, Nord-Ende UPA 1 (im Bereich der Holzhackschnitzelanlage): Dieser Standort wäre geeignet. Die Fläche könnte aber künftig auch als Erweiterung des Gewerbegebiets infrage kommen. Eine direkte Anbindung an das ÖPNV-Netz bzw. Radwegenetz gibt es nicht. Die Fläche könnte über das Leader-Projekt gefördert werden.

Alternative 3 Freizeitpark Eifgen, neben dem Wanderparkplatz "Reisegarten": Dieser Standort ist mit etwa 880 Quadratmeter sehr klein im Vergleich zur angestrebten Größe. Gegen die Fläche spricht die direkte Nähe zum Naturschutzgebiet EIfgenbachtal. Positiv: Sanitäranlagen wären im Umfeld vorhanden, und es gäbe kaum Konfliktpotenzial mit Anwohnern.

Alternative 4 Brachstreifen Belten: Die Fläche zwischen Beltener Straße und Dellmannstraße ist nicht übermäßig groß (1200 Quadratmeter), ansonsten wäre das Grundstück aber gut geeignet. Allerdings wären Konflikte mit Anwohnern nicht ausgeschlossen, da mehrere Ein- und Mehrfamilienhäuser an das Grundstück grenzen. Laut Stadt käme die Fläche auch für den kurzfristigen Bau von Flüchtlingsunterkünften infrage.

Die Politiker im Fachausschuss sollen am Montag zwei Dinge entscheiden. Zum einen, ob die weitere Planung einer Freizeitanlage losgelöst von dem Leader-Projekt erfolgen soll, da nicht klar ist, ab wann eine Förderung überhaupt klappen würde und ob dann dieses Projekt auch bedacht wird. Zum anderen, für welche Fläche die Projektidee konkretisiert werden soll.

Mo. 19. Oktober, 17 Uhr, Bürgerzentrum.

Quelle: RP
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