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Wermelskirchen
Für die Dezernentenstelle kristallisiert sich ein Favorit heraus

Wermelskirchen. Im Bewerbungsverfahren für die Nachfolge von Dr. André Benedict Prusa als Technischer Beigeordneter der Stadt Wermelskirchen scheint ein Kandidat bei der Politik den besten Eindruck hinterlassen und eine politische Mehrheit von seinen Ideen überzeugt zu haben.

"Mein Eindruck ist, dass sich bei den Fraktionen nach der Gesprächsrunde ein Favorit herauskristallisiert hat", sagt Christian Klicki, Vorsitzender der CDU-Fraktion, auf Anfrage unserer Redaktion. Am Donnerstagabend hatten die drei verbliebenen Bewerber sich und ihre Ideen in persönlichen Gesprächen den Vertretern aller Ratsfraktionen vorgestellt. Sie gaben persönliche Stellungnahmen ab und beantworteten im Anschluss Fragen der Politiker.

Der 46-jährige Prusa hatte vor knapp zwei Wochen mitgeteilt, sich im Mai doch nicht zur Wiederwahl zu stellen und stattdessen einen neuen Job bei einer Kreisverwaltung in Niedersachsen anzutreten. Prusa beendet seine Tätigkeit bei der Stadt Wermelskirchen Ende Mai, eigentlich wäre seine Amtszeit erst zum 31. August ausgelaufen.

Die Stelle des Technischen Beigeordneten wird daher womöglich drei Monate unbesetzt bleiben, es sei denn, es findet sich ein Nachfolger, der bereits früher bei der Stadt anfangen kann. Damit nicht beide Dezernenten-Stellen gleichzeitig vakant sind, hat der Bürgermeister den Ersten Beigeordneten Jürgen Graef gebeten, trotz Resturlaubs noch bis zum Ende seiner Amtszeit (30. Juni) im Rathaus tätig zu sein. Zum 1. Juli tritt dann Stefan Görnert Graefs Nachfolge an.

Die Fraktionen haben sich laut Klicki darauf geeinigt, die Gespräche mit den drei Kandidaten intern noch einmal zu analysieren und dann zu entscheiden, welcher Bewerber die beste Wahl für Wermelskirchen ist. "Alle Kandidaten sind gut, sie haben aber unterschiedliche Profile und Arbeitsschwerpunkte", sagt Klicki. Er findet: "Wir brauchen einen Technischen Beigeordneten, der die auf den Weg gebrachten Projekte - Hallenbad, Sekundarschule, Kunstrasen - ausführt und erfolgreich zu Ende bringt."

Sein Ziel sei, alle Fraktionen mitzunehmen - womöglich könnten sich sogar alle auf einen Kandidaten festlegen. Klicki: "Diese Geschlossenheit bei der Stellenbesetzung wäre ein gutes Signal an die Wermelskirchener Bürger." Es ist laut Informationen unserer Redaktion wahrscheinlich, dass sich bereits vor der Wahl im Stadtrat am 15. Mai eine politische Mehrheit auf einen Kandidaten festlegen wird und somit auch diese Wahl im Rat - wie bereits bei Stefan Görnert, dem neuen Ersten Beigeordneten der Stadt - nur noch ein formaler Akt sein wird.

(ser)
 
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