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Rainer Bleek
"Für die Stadt ist das einfach peinlich"

Wermelskirchen. Was sagen Sie zu dem Beschluss?

Bleek Sehr enttäuschend. Man hat dem Verkehrsversuch nicht mal eine Chance gegeben - dafür habe ich kein Verständnis. Für die Stadt ist diese Entwicklung einfach peinlich. Der Umbau der Innenstadt sollte die Aufenthaltsqualität erhöhen und für eine Verkehrsberuhigung sorgen - das ist jetzt alles hinfällig. Eigentlich hätten wir den Umbau nicht gebraucht, es soll anscheinend alles so bleiben wie in den letzten 40 Jahren.

Dabei wurden bereits kostenintensive Maßnahmen umgesetzt...

Bleek Richtig. Der Rückbau der Mittelinseln und der Umbau der Einmündung Telegrafenstraße haben 32.000 Euro gekostet. Hinzu kommen noch Kosten für den Gutachter.

Wann beginnt die Arbeit für das nun geforderte Gesamtkonzept?

Bleek Wir werden an dieser Stelle zunächst gar nichts machen. Die Politik soll erst einmal klar sagen, welche Ziele wir mit einem neuen Verkehrskonzept erreichen wollen. Früher gründete man einen Arbeitskreis, heute fordert man ein "Gesamtkonzept", liefert aber keine brauchbaren Vorgaben. Wenn wir nicht wieder Ressourcen verschwenden wollen, brauchen wir verlässliche politische Ziele.

Was sagen Sie zum Abstimmungsverhalten der Fraktionen?

Bleek Die WNKUWG, die im April dafür war und sich jetzt enthalten hat, ist für mich der Umfaller des Jahres. Die vorgeschlagene Bürgerbefragung über das Bürgerbüro ist lediglich der Fallschirm für den Absprung. Die Fraktion zieht sich aus der Verantwortung - das ist schlecht für eine repräsentative Demokratie.

S. RADERMACHER STELLTE DIE FRAGEN.

Quelle: RP
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