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Wermelskirchen
Für Glatteis, Frost und Schnee gerüstet

Wermelskirchen: Für Glatteis, Frost und Schnee gerüstet
Andreas Bender, Mitarbeiter des Betriebshofs, befüllt ein Räumfahrzeug mit Streusalz. Mehr als 500 Tonnen Salz hat der Betriebshof auf Lager. Sollte der Vorrat knapp werden, kann kurzfristig nachbestellt werden. FOTO: Michael Schütz
Wermelskirchen. Für den Betriebshof kann der Winter kommen. Die Schichten sind eingeteilt, die Fahrzeuge überprüft, die Salzlager voll. Von Sebastian Radermacher

Volker Niemz blickt ganz entspannt auf die Wettervorhersage der nächsten Tage. "Unsere Winterdienst-Zeit hat offiziell am 1. November begonnen, wir haben aber noch keine Bereitschaft ausgerufen", sagt der Leiter des städtischen Betriebshofs. Sollte es aber doch kurzfristig in den nächsten Tagen bereits winterlich werden, wäre das für Niemz und sein Team kein Problem. "Wir stehen bereit", stellt er klar.

Streusalz ist in großer Menge verfügbar. Auf dem Gelände des Betriebshofs Im Belten sind zurzeit 150 Tonnen gelagert - das würde bereits für knapp zwei Wochen "normalen" Winterdienst reichen. Im Lager in Sonne liegen zudem weitere knapp 380 Tonnen an Streusalz zur Nutzung bereit. Sollte diese Menge nicht ausreichen, könnte die Stadt kurzfristig neues Salz ordern. "Unser Salzlager war vom vergangenen Jahr noch voll", sagt Niemz.

In diesen Tagen erhalten alle 15 Mitarbeiter des Betriebshofs eine separate Sicherheitseinweisung. Technik, An- und Abbau von Winterdienstgeräten, das Beladen der Fahrzeuge - die Mitarbeiter werden jedes Jahr aufs Neue explizit für den Winterdienst geschult. "Es ist wichtig, dass wir die Abläufe noch einmal durchgehen, damit alles funktioniert, wenn es winterlich wird", betont Niemz. Auch die Arbeitsschichten sind eingeteilt. Die Mitarbeiter werden immer jeweils eine Woche im Früh- und im Spätdienst arbeiten - dann haben sie eine Woche frei. Die Frühschicht geht von 3.30 bis 13 Uhr, die Spätschicht von 13 bis 22.30 Uhr. Sollte Schneefall oder Glatteis vorhergesagt sein, wird nachts um 3 Uhr ein Mitarbeiter (der sogenannte Erkennungsdienst) sechs neuralgische Punkte im Stadtgebiet anfahren, um herauszufinden, wie die Situation auf den Straßen ist. Er fährt zum Beispiel den höchsten Punkt am Stumpfer Knappen an oder die Brücke über der Dellmannstraße Vorm Eickerberg, wo es oft spiegelglatt ist.

Müssen die Winterdienst-Fahrzeuge ausrücken, erhalten die Mitarbeiter kurz nach 3 Uhr eine entsprechende Nachricht. Geräumt wird laut Niemz immer nach einer vorgegebenen Prioritätenliste. Zunächst sind die Hauptverkehrsstraßen dran, etwa die Zufahrt zum Krankenhaus, rund um Schulen oder Busstrecken. "Hält der starke Schneefall über mehrere Stunden an, kann es vorkommen, dass wir die Hauptstraßen mehrmals hintereinander räumen müssen, bevor wir es zu den Nebenstraßen schaffen", erklärt Niemz und fügt an: "Wir können nicht überall zur gleichen Zeit die Straßen räumen."

Im Schnitt ist jedes Räumfahrzeug - die Stadt besitzt einen großen Lkw, zwei größere sowie einen kleineren Unimog - pro Schicht mehr als 100 Kilometer in der Stadt unterwegs. In der Regel muss zwei- bis dreimal pro Schicht Streusalz nachgeladen werden. Die Gehwege und Seitenstraßen räumt die Firma Sieg & Partner im Auftrag der Stadt.

Quelle: RP
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