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Wermelskirchen
Ganz Dhünn im Lauffieber

Wermelskirchen: Ganz Dhünn im Lauffieber
Nicht zu bremsen waren die Jüngsten nach dem Startschuss für den Drei-Kilometer-Lauf. FOTO: Jürgen Moll
Wermelskirchen. Der Mittsommernachtslauf, organisiert vom CVJM Dhünn, hat auch in seiner 15. Auflage nichts von seiner Attraktivität eingebüßt. Der neue Wettkampf "Halbmarathon" lockt jetzt auch die Sportcracks. Von Tim Kronner

Über 260 Läufer starteten beim Mittsommernachtslauf des CVJM Dhünn am Samstagabend. Rund um den Marktplatz und die Kirche tummelten sich am Dhünner und Besucher und feierten gemeinsam ein tolles Sportfest. "Ich finde gerade diese Mischung aus Sport und Gemeinschaft super. Auf der einen Seite kommt der Ehrgeiz nicht zu kurz, und auf der anderen Seite kann man auch einfach Spaß haben", freute sich Organisator Martin Burghoff. Bereits zum 15. Mal richtete der CVJM den Mittsommernachtslauf aus. Auch bei dieser Auflage war das Interesse ungebrochen. "Es ist einfach der Wahnsinn, dass das ganze Dorf hier ist und die Unterstützung nie nachlässt", sagte Burghoff.

Der erste Startschuss für den Mittsommernachtslauf fiel um 17 Uhr für den Drei-Kilometer-Lauf. Hier standen vor allem die jüngeren Läufer an der Startlinie und fieberten aufgeregt dem Beginn entgegen. Als alle Zuschauer dann gemeinsam von Zehn herunterzählten, wurden die Blicke allerdings schnell konzentrierter. Das Publikum spürte schnell, dass es auch den Kleinen schon um eine gute Leistung ging. Pünktlich zum lauten Knall sprinteten sie dann los, teilweise begleitet von Eltern oder anderen Familienmitgliedern. Nach einer ersten Runde kamen die Läufer noch einmal durchs Dorf, ehe es Richtung Ziel ging. Dabei wurden sie lautstark angefeuert und im Zieleinlauf jeweils einzeln mit Namen genannt. Für alle Teilnehmer gab es eine Urkunde und eine Medaille, so dass die Kinder nur so strahlten.

Mit dabei war auch der achtjährige Elias, der sich mit seinem großen Cousin Daniel (21) zusammen auf den Weg gemacht hatte. Auf die Frage, wie oft Elias schon beim Mittsommernachtslauf am Start war, musste er erstmal seine Mutter fragen - "eigentlich seit ich laufen kann", war die Antwort. "Früher bin ich mit meinem Papa gelaufen und letzte Jahr haben Daniel und ich sogar die sechs Kilometer geschafft", erzählte Elias. In diesem Jahr startete er dann wieder auf den drei Kilometern, allerdings eine Altersklasse höher als vergangenes Jahr. "Da ist es schwieriger, ganz nach vorne zu kommen", erklärte Elias vor dem Lauf. Am Ende reichte es dann zwar wie vermutet nicht für die vorderen Plätze, Elias hatte aber trotzdem Spaß: "Mit meinem Cousin ist es viel besser als alleine. Nächstes Jahr machen wir auf jeden Fall wieder mit", kündigte Elias an. Natürlich kamen auch alle "Großen" auf ihre Kosten. Während des Kinderlaufs vergnügten sich die anderen Starter schon am Marktplatz. Hier gab's gutes Essen, kühle Getränke, eine Tombola und musikalische Unterhaltung. Aber auch die Erwachsenen fingen dann eine Stunde später an, sich sportlich zu betätigen. Kurz nacheinander starteten die Läufe über sechs und zehn Kilometer, die Nordic Walker und der ganz neu eingeführte Halbmarathon. Wie auch schon die Kinder, wurden die Läufer mit großem Applaus auf die Strecken verabschiedet. "Viele Leute haben sich den Halbmarathon als neue Herausforderung gewünscht. Und bei den schönen Strecken im Bergischen lohnt sich das auf jeden Fall", sagte Burghoff.

Auch nach der Siegerehrung um 21 Uhr blieben viele Besucher noch im Dorf, um gemeinsam in die Mittsommernacht zu starten.

Quelle: RP
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