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Wermelskirchen
Gebühren - das soll sich im nächsten Jahr ändern

Wermelskirchen. Müllabfuhr, Bestattungen, Rettungsdienst - Fachausschuss und Stadtrat müssen den Vorschlägen der Stadt zustimmen. Von Sebastian Radermacher

Die Stadtverwaltung hat der Politik die Gebührenkalkulationen für das kommende Jahr vorgelegt. Im Haupt- und Finanzausschuss (7. Dezember) sowie eine Woche später im Stadtrat stimmen die Politiker darüber ab. Wir geben einen Überblick über die von der Stadt geplanten Änderungen.

Der Gebührenbedarf steigt laut Stadtverwaltung gegenüber diesem Jahr um rund 108.000 Euro. Die Gebühren für 2016 sollen demnach um 2,2 Prozent erhöht werden. Zwei Beispiele: Ein Vier-Personen-Haushalt, der eine Restmüll-, Papier- und Biomülltonne hat ("Vollanschluss"), muss im nächsten Jahr 443,20 Euro zahlen - 9,60 Euro mehr als in diesem Jahr. Für einen Zwei-Personen-Haushalt beträgt die Gebühr für den "Vollanschluss" im nächsten Jahr 221,60 Euro, das sind 4,80 Euro mehr als 2015.

Im vergangenen Jahr wurden in Wermelskirchen 356 Menschen bestattet (2013: 352, 2012: 334, 2011: 404). Ohne die Berücksichtigung von Unterdeckungen aus den Vorjahren steigt der Gebührenbedarf 2016 im Vergleich zum Vorjahr laut Stadt um etwa 38.000 Euro - dabei spielen vor allem Personalkosten und Kosten für Gebäudeunterhaltung eine Rolle. Die Gebühren für den Erwerb eines Grabes können für 2016 im Vergleich zu diesem Jahr um fünf Prozent gesenkt werden, weil die anteiligen Kosten gegenüber dem Vorjahr sinken. Bei den Bestattungsgebühren ist aber eine Erhöhung von zwölf bis 16 Prozent erforderlich, um eine Kostendeckung zu erreichen. Grund ist laut Stadt einerseits eine Steigerung der Gesamtkosten um 13.000 Euro, außerdem wirkt sich die erforderliche Anpassung der Fallzahlen an die tatsächlichen Inanspruchnahmen der vergangenen Jahre gebührenerhöhend aus. Ein weiterer Grund sind gestiegene Kosten bei den Trauerhallen. Die Stadt schlägt vor: Die Bestattung einer Person ab sechs Jahre kostet im nächsten Jahr 988 Euro, 2015 lag die Bestattungsgebühr bei 852 Euro (plus 16 Prozent). Die Gebühr für eine Urnenbestattung beträgt 247 Euro (2015: 213 Euro, plus 16 Prozent). Die Bestattung auf einer Aschestreuwiese kostet 247 Euro (2015: 107 Euro, plus 131 Prozent).

Die Gebührentarife sollen laut Stadt in drei Teilbereichen steigen - sie müssen aber nicht direkt von den Bürgern bezahlt werden. Diese Tarife sind mit den Krankenkassen ausgehandelt und werden von ihnen bezahlt, was letztlich die Krankenkassentarife verteuern könnte. Für den Krankentransportwagen müssen künftig 189 Euro bezahlt werden (bisher 171 Euro), für den Rettungstransportwagen 421 Euro (414 Euro). Der Einsatz des Notarztwagens kostet künftig 263 Euro (225 Euro). Unverändert bleiben die Kosten für den Notarzt (209,52 Euro je Einsatz) und die Kilometergebühr außerhalb des Stadtgebietes (1,50 Euro) für den Krankentransportwagen.

Der Gebührenbedarf steigt laut Stadt um insgesamt etwa 16.500 Euro und kann nur mit einer Steigerung der Gebührensätze gedeckt werden. Allein 4500 Euro werden für einen professionellen Wachdienst kalkuliert, der wegen der starken Zunahme an Diebstählen erforderlich ist. Die Verwaltung schlägt folgende Erhöhung der Gebühren vor: Herbstkirmes und Krammarkt jeweils 40 Euro je Veranlagungsmeter (vorher 34 Euro), Frühjahrskirmes 30 Euro (vorher 25,50 Euro) sowie Dhünner Kirmes acht Euro (vorher 6,80 Euro).

Quelle: RP
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