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Wermelskirchen
Gegenläufiger Radverkehr ohne CDU, Büfo mit Stufenplan

Wermelskirchen. Was schon in der Sitzung des Fachausschusses deutlich wurde, hat jetzt die CDU nach der Fraktionssitzung bekräftigt: Die Christdemokraten sprechen sich gegen den gegenläufigen Radverkehr auf der Telegrafenstraße aus. "Wir zweifeln daran, dass die aufgezeigten Maßnahmen Früchte tragen werden", sagte gestern der Fraktionsvorsitzende Christian Klicki nach der Sitzung. Von Udo Teifel

So wird bezweifelt, dass das Be- und Entladen weiter möglich sei. Und: Was passiere mit Reisebussen, die in die Straße fahren - das werde dann problematisch bei der Ausfahrt an der Straße "An der Feuerwache". "Unklar ist für uns die Einfahrtssituation Brückenweg/Telegrafenstraße: Die birgt noch zu viel Konfliktpotenzial für Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer." Er glaube, dass die Bürger sehr skeptisch seien, und man sie nicht durch die Politik bevormunden sollte.

Zudem werde der Loches-Platz neu geplant. "Wenn wir jetzt den gegenläufigen Radverkehr wieder einsetzen, schaffen wir vollendete Tatsachen." Berücksichtigt werden müsse auf jeden Fall der Kundenverkehr auf der Telegrafenstraße. Das gelte nicht nur für die Carl-Leverkus-/Obere Remscheider-Straße.

Die Mehrheiten indes scheinen klar: Im Hauptausschuss, der am am Montag tagt und die Umbaumittel von 32.000 Euro frei gibt, wie auch im Ausschuss für Stadtentwicklung (Beschluss möglicherweise am 25. April) gibt es eine, wenn auch knappe Mehrheit für den gegenläufigen Radverkehr. Grundsätzlich für die Verkehrsberuhigung ist das Bürgerforum: "Weniger Autos auf der Telegrafenstraße und keine Schutzstreifen, das tragen wir mit", sagte Fraktionschef Oliver Platt. Für ihn aber komme der Zeitpunkt für den Beschluss zum gegenläufigen Radverkehr viel zu schnell. "Schaffen wir uns mit dem Beschluss einen gefährlichen Hotspot für die Andienung Loches-Platz?", fragte er. Egal, welcher Investorplan umgesetzt werde - die Andienung für den künftigen Loches-Platz erfolge fast gegenüber der Stadtsparkasse und damit gegenüber der Ausfahrt "An der Feuerwache".

"Dieser Gedanke muss mit einfließen in einen Beschluss zum Radverkehr." Derzeit würden Planer aneinander vorbei planen. Man solle einen "Schnellschuss" verhindern, denn es bestehe keine Not. "Ein Stufenplan wäre besser. In der ersten Phase eine unattraktive Einfahrt in die Telegrafenstraße schaffen, und später, nach Abstimmung beider Verkehrsplaner, den Engpass schließen." Laut Platt müsse die Entwicklung Loches-Platz unbedingt mit in die Verkehrspläne für den gegenläufigen Radverkehr eingebunden werden.

Quelle: RP
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